Von der Idee zum Startup: Die ersten Schritte 1/2

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Bei der Gründung eines Startups muss auf vieles geachtet werden. Wir haben einige Punkte zusammengetragen – von der Gründungsidee bis zur Kundenakquise.

Auf dem Weg zum eigenen Unternehmen gilt es, sich intensiv mit den anstehenden Fragen, Pflichten, Herausforderungen und Risiken vertraut zu machen. Wir haben einige Punkte zusammengetragen, die bei einer Gründungssituation beachtet werden sollten. Doch eine Geschäftsgründung ist komplex und je nach Unternehmen sind unterschiedliche Dinge zu beachten. Deshalb erhebt diese Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Die Gründungsidee

Wer eine Firma gründen möchte, braucht eine passende Geschäftsidee. Die eigene Idee zu realisieren, ist sicherlich die „Königsklasse“ der Selbstständigkeit. Alles muss von Grund auf neu erschaffen und selbst gestaltet werden. Somit haben Gründerinnen und Gründer enorme gestalterische und unternehmerische Freiheiten. Diese Freiheiten stellen gleichzeitig eine große Herausforderung dar. Doch auch, wer (noch) keine eigene Idee hat, kann eine solche Idee generieren. Um eine Idee zu entwickeln, benötigt es zwar eine gewisse Kreativität, doch verschiedene Kreativitätstechniken und Ideengenerierungsprozesse können helfen.

Das Prüfen der Gründungsidee

Wichtiger als die Ideen, ist deren Umsetzung. Gründungsexperte René Klein ist der Meinung: „Die Idee macht 20 Prozent aus, die Umsetzung 80 Prozent.“ Um die Umsetzbarkeit einer Geschäftsidee zu prüfen, kann beispielsweise das Business Model Canvas benutzt werden – ein digitales Formular, mit dem ein Geschäftsmodell skizziert und auf unternehmerischen Erfolg getestet werden kann.

Das Team

Um ein Unternehmen erfolgreich zu gründen und zu führen, werden verschiedene Fähigkeiten benötigt. Wirtschaftswissenschaftler helfen beispielsweise bei Unternehmensführung, Finanzen, Markteinschätzungen und Marketing. Programmierer hingegen bei der Entwicklung von Webseite und Apps. Und Entwickler haben die Fähigkeiten, die Technologie hinter einer Idee zu entwickeln. Natürlich können Gründer auch versuchen, sich diese Fähigkeiten selbst anzueignen, doch das ist zeitintensiv. In einer Welt in denen Ansprüche und Arbeitsprozesse immer vielschichtiger werden, haben es Einzelkämpfer zunehmend schwerer. Ein gutes Team kann motivieren und durch ihre unterschiedlichen Hintergründe, Sichtweisen und Erfahrungen ganzheitliche Lösungsansätze finden. Doch, wo unterschiedliche Charaktere aufeinander treffen, können auch Unstimmigkeiten entstehen. Ein effizientes Team- und Problemlösungsmanagement sind dabei essentiell. René Klein ist trotzdem davon überzeugt, dass Teamwork besser ist, „schon weil Kapitalgeber lieber in Gruppen investieren, weil sie davon ausgehen, dass man sich zu mehreren besser ergänzt.“

Der Außenauftritt

Zu den Vorbereitungen einer Firmengründung gehört auch, den Außenauftritt optimal zu gestalten. Dazu zählt sowohl ein griffiger und einprägsamer Firmenname, das Firmenlogo oder die Webseite, als auch rechtliche Aspekte wie das Impressum und die Datenschutzerklärung. Doch genauso wichtig ist es, dass sich die Marke schützen lässt. Auch andere Schutzrechte wie Patente müssen frühzeitig geprüft und angemeldet werden. Nicht zu vergessen: eine passende Domain, die mit dem Namen korrespondiert.

Den Markt erforschen

Die Marktforschung sollte ernst genommen werden. Insbesondere, wenn ein komplett neues Konzept mit hohem Innovationsgrad umgesetzt werden soll, ist eine sorgfältige Planung notwendig. Heißt, die Geschäftsidee sollte nicht nur an Freunden und Bekannten getestet werden. Denn die sind oft zu freundlich. Es braucht konkretes und direktes Feedback von einer diversen Gruppe Menschen. Um das Risiko zu mindern, ein Produkt zu entwickeln, das am Ende niemand kaufen möchte, eignet sich beispielsweise der Lean-Startup-Ansatz. Bei diesem Ansatz wird ein auf das Minimum beschränkte Produkt nahe am Markt entwickelt, um so direktes Kundenfeedback einzuarbeiten.

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