Fahrradhelm: Nachhaltig und sicher auf Deutschlands Straßen unterwegs

© Cellutech

Sie gelten nicht gerade als sexy IT-Piece im Alltag, sind jedoch enorm wichtig für alle die regelmäßig mit dem Rad unterwegs sind – Fahrradhelme. So umweltbewusst wie das Fahrradfahren an sich ist, desto weniger nachhaltig sind die Helme allerdings. Sie enthalten nämlich zum Großteil Styropor. Wer nach einer Alternative sucht, stößt schnell an Grenzen. Mittlerweile gibt es zwar immer mehr nachhaltige Fahrradhelm – Varianten, zum Beispiel aus Holz oder Kork, jedoch sind die meisten aufgrund der hohen Sicherheitsbestimmungen noch nicht in Deutschland zugelassen. Wir haben uns angeschaut, was hoffentlich bald auch bei uns angeboten wird und welche Materialien genutzt werden.

Alternativen zu Styropor

Styropor ist so ziemlich der umweltschädlichste Part am herkömmlichen Fahrradhelm. Das Material wird sehr energieintensiv hergestellt und lässt sich weder abbauen noch zersetzen. An der Königlichen Technischen Hochschule Stockholm wurde ein neuer Holzschaum namens Cellofoam entwickelt, der aus Zellulosefasern und Luft besteht und biologisch abbaubar ist. Der eignet sich besonders gut für Fahrradhelme und ein entsprechender Prototyp namens Cellutech wurde von einem schwedischen Designer entwickelt. Noch ist der Cellutech Helm nicht frei verkäuflich, die Chancen für eine baldige Kommerzialisierung stehen allerdings nicht schlecht. Auch Kork eignet sich als Innenpolster für Helme. Das Produkt vom US-amerikanischen Start-up Coyle Tree Pieces besteht außen aus verschiedenen Holzsorten und ist innen mit Kork abgepolstert. Das verwendete Holz bei Coyle Tree Pieces stammt aus Holzabfällen, die sonst verfeuert werden würden.

Der recycelte Fahrradhelm

Bis die wirklich nachhaltigen Helme aus Holz und Kork bei uns angekommen sind, gibt es eine Helmalternative vom französischen Unternehmen Urge, die immerhin recyceltes Plastik als Herstellungsmaterial verwendet. So wird zumindest kein neues Plastikmaterial in den Kreislauf gebracht. Recyceltes Styropor hat dieselbe Qualität wie neu Hergestelltes und ist lediglich etwas härter. Urge produziert aufgrund des starken Preisdrucks am Markt noch in China, jedoch unter hohen Auflagen und ohne Carbon zu verwenden, denn Carbon führt zu einer enorm hohen und gesundheitsschädlichen Staubbelastung während der Produktion.

Wir drücken die Daumen, dass es bald mehr Auswahl an nachhaltigen Fahrradhelmalternativen gibt.

Almut Weigel

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