EcoHelmet – der faltbare Fahrradhelm aus Papier

23.04.2018 – Ein Kopfschutz aus Papier? Geht das? Ja, das geht! Den Beweis liefert Isis Shiffer aus New York mit dem EcoHelmet. EcoHelmet ist ein faltbarer und recycelbarer Fahrradhelm aus Papier. Dabei soll das leicht verstaubare Modell aus Papier genauso schützen wie herkömmliche Helme aus Styropor.

Auf die Idee für den Papier-Helm kam die New Yorkerin auf Reisen. Ihr fiel auf, dass viele Fahrradverleihe und Bike-Sharing-Anbieter zwar Fahrräder verleihen, aber keine Helme. Und wer hat schon immer einen Helm dabei? Dieses Problem ging Isis Schiffer an und entwarf eine kostengünstige und platzsparende Lösung: einen faltbaren Helm aus Papier. Den EcoHelmet.

Ist ein Papierhelm wirklich sicher?

Während ihres Studiums am Royal College of Art und am Imperial College of London hatte Isis Schiffer Zugang zum Crashtestlabor des Colleges bekommen. Bei den dortigen Helm-Crashtests nach Euronorm konnte die Erfinderin genügend Daten sammeln, um einen sicheren und rentablen Helm zu entwickeln. Das Geheimnis des Helms liegt in seiner wabenartigen Struktur. Die vielen Rauten, aus denen sich der Helm zusammensetzt, können Stöße und Schläge gut absorbieren. Fast so wie ein Stoßdämpfer. So soll er genauso gut schützen wie ein herkömmlicher Helm aus Kunststoff. Und genau wie jeder andere Helm muss auch der EcoHelmet die entsprechende Zertifizierungen bestehen, um am Markt zugelassen zu werden. Die Sicherheit ist also gesichert.

Nachhaltigkeit im Design

Der EcoHelmet kann jedoch noch mehr. Hergestellt aus Recyclingpapier ist er umweltfreundlich und recyclebar. Ganz anders als Styropor-Helme, die über 500 Jahre benötigen, um biologisch abgebaut zu werden. Dank der Wabenstruktur ist der Helm außerdem flexibel und sehr klein zusammenfaltbar, sodass er in fast jede Tasche passt. Perfekt also für unterwegs. Durch eine biologisch abbaubare Beschichtung ist der EcoHelmet außerdem bis zu drei Stunden lang wasserresistent.

Die Bürokratie-Hürde

Geplant ist, die Helme in Automaten neben Bike-Sharing-Stationen zu verkaufen. Der Preis soll um die fünf Dollar liegen. Zwar gewann der EcoHelmet in 2016 den James Dyson Award, jedoch bleibt der für 2017 geplante Launch bisher noch aus. Dies liegt vermutlich an den bürokratischen Hürden, denen das Produkt gegenüber steht. Ein Beispiel ist die US-amerikanische Zertifizierung CPSC (Consumer Product Safety Commission). Um in Europa zugelassen zu werden, muss der Helm außerdem nach der Euronorm DIN EN 1078 zertifiziert werden. Und dies steht bisher noch aus. Doch die Zukunft, da ist sich Shiffer sicher, gehört den Fahrradhelmen aus Papier.

(Autorin: Tamara Schiek)

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