Kaffeegenuss mit gutem Gewissen – 7 nachhaltige Kaffee-Startups

kaffee startups

(Bild: Tim Reckmann / pixelio.de)

10.03.2015 – Mit dem steigenden Konsumentenbewusstsein kam es in den letzten Jahren gleichzeitig zur Gründung einer Vielzahl von nachhaltigen Kaffee-Startups, die sich dem ökologisch und sozial verträglichen Kaffeegenuss verschrieben haben. Nachstehend möchten wir euch einige dieser Unternehmen kurz vorstellen.

Coffee Circle

Coffee Circle (www.coffeecircle.com) bietet im eigenen Onlineshop äthiopischen Spitzenkaffee aus nachhaltigem Anbau an. Pro verkauften Kilogramm Kaffeebohnen unterstützt Coffee Circle Entwicklungsprojekte vor Ort. Das Besondere dabei ist, dass der Kunde beim Kauf der Kaffeebohnen selbst entscheiden kann, welches Projekt unterstützt werden soll. Das Unternehmen publiziert die jährlich vorgenommenen Spendenbeiträge über ihren eigenen Verein (Circle e.V.) – so ist dokumentiert, welche Spenden in welchem Projekte landen.

Moema

Das klassische Fairtrade-Modell ist für Moema (www.moema-espresso.com) nicht genug. Anstatt dessen setzt das junge Unternehmen neue Maßstäbe in Sachen Fairness und lebt das Modell des Direct Fair Trade: Zusätzlich zu den von den konventionellen Gütesiegeln vorgeschriebenen Mindeststandards sieht Direct Fair Trade vor, dass die gesamte aus der Produktion resultierende Wertschöpfung im Anbauland verbleibt. Moema ist der erste und bislang einzige Kaffeelieferant in Europa, der diesen neuen Standard des fairen Handels konsequent umsetzt und wirklich faire Bedingungen für die Erzeuger sicherstellt.

Bonaverde

Das sich noch im Aufbau befindende Startup Bonaverde (www.bonaverde.com/de) hat die erste Röst-Mahl-Brüh-Kaffeemaschine der Welt entwickelt, welche schon bald auf den Markt kommen soll. Dabei handelt es sich um eine Maschine, welche rohe, grüne Kaffeebohnen in frischen, schwarzen Filterkaffee verwandelt – und das alles in einem Gerät. Zudem möchte Bonaverde Farmern ermöglichen, ihren Kaffee ohne Zwischenhändler direkt an die Konsumenten zu verschicken.

Green Cup Coffee

Green Cup Coffee (www.green-cup-coffee.de) bietet fair gehandelte Arabica-Kaffees von den weltbesten Fincas, welche Jahr für Jahr auswählt werden. Dabei wird nicht nur auf die geschmackliche Qualität der Kaffeebohnen geachtet, sondern auch auf die Anbau- und Verarbeitungsmethoden sowie die sozialen Strukturen der Farm. Ein ressourcenschonender Umgang mit der Natur, eine angemessene Infrastruktur für die Angestellten und Erntehelfer sowie der Fokus auf ein Qualitätsmanagement vor Ort sind für das Unternemen von höchster Bedeutung.

Samocca

Im eigenen Onlineshop bietet SAMOCCA (www.samocca.de) unterschiedliche Kaffeesorten an, die fair und hochwertig produziert werden. Es werden nur Bohnen aus präzise definierten Anbaugebieten genutzt, die in einer Werkstattarbeitsgruppe zur Förderung von behinderten Menschen verarbeitet werden. Dabei werden die traditionellen Methoden der alten Kaffeemanufakturen verwendet. Wer Produkte mit der Arabicabohne kauft, die auf der SAKE COFFEE PLANTATION in Ruanda angebaut wird, der unterstützt Projekte vor Ort und die Menschen in Ruanda.

SAMOCCA ist ein Projekt des Samariterstifts Neresheim, einer Einrichtung für über 600 ältere, behinderte und psychisch kranke Menschen in Neresheim, Bopfingen und Aalen. Träger des Samariterstift Neresheim ist die Samariterstiftung, eine kirchliche Stiftung bürgerlichen Rechts. Mit ihren mehr als 30 Einrichtungen und einer über 100-jährigen Geschichte, ist sie einer der großen Anbieter sozialer Dienstleistungen in Württemberg.

MyCoffeeStar

Nicht nur die Kaffeeproduktion an sich kann das Thema Nachhaltigkeit betreffen, sondern auch der Verpackungsmüll, der aus dem Kaffeekonsum resultiert. Für die häufig genutzten „Nespresso-Maschinen“ entwickelte mycoffeestar (www.mycoffeestar.com) deshalb eine wieder befüllbare Kapsel aus Edelstahl, die kaum zerstörbar ist. So kann jeder selber entscheiden, welchen Kaffee er trinken möchte und spart im Jahr etwa 565 Euro bei zwei Personen und zwei getrunkenen Kaffee am Tag. Zusätzlich wird die Umwelt geschont, da die Wegwerfkapseln nicht mehr genutzt werden. Mit diesen könnte die Erde mittlerweile 5,3 Mal umrundet werden. Dafür musste eine Problemlösung her.

Erika’s Bag Shop

In Erika’s Bag Shop (www.coffeebag.de) werden Taschen unterschiedlichster Art aus Kaffeetüten angeboten. Hierfür sammelt Erika Offermann Kaffeetüten, schneidet sie auf und macht sie sauber. Für eine längere Haltbarkeit müssen die Taschen an anfälligen Stellen mit Stoff stabilisiert werden. Bis zu 16 Kaffeetüten werden bei der Produktion einer Tasche benötigt. Die Tüten bekommt Erika von zahlreichen Helfern, wie zum Beispiel Coffeeshops und privaten Haushalten, gesponsert. Die fertigen Taschen bekommen finnische Frauennamen und das hat einen Grund, denn ursprünglich stammt die Idee für die Kaffeetasche aus Finnland.

(Autor: Anton Nagatkin)

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1 Kommentar

  1. Die befüllbare Kapsel von MyCoffeeStar habe ich auch. Ziemlich praktisch und man spart eine Menge Geld ein 🙂
    LG
    Bruno

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