Vilisto gestaltet nachhaltige Energiezukunft mit digitale Thermostate

© Vilisto

Im Jahr 2020 wurden in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr 70 Millionen weniger Tonnen CO2 ausgestoßen. Um die Klimaziele zu erreichen wurden für unterschiedliche Bereiche im Klimaschutzgesetz Minderungsziele festgelegt. Die Sektoren Energiewirtschaft, Industrie, Verkehr, Landwirtschaft und Abfallwirtschaft haben diese im letzten Jahr erreicht, nicht zuletzt aufgrund der Corona-Pandemie, die eine massive Einschränkung der Mobilität mit sich brachte.

Anders sieht es im Gebäudesektor aus: Pandemiebedingt wurde gerade in öffentlichen Gebäuden verstärkt gelüftet. Bürogebäude hingegen standen oft leer und wurden trotzdem geheizt. Insgesamt wurde das im Klimaschutzgesetz verankerte Ziel um zwei Millionen Tonnen CO2-Ausstoß verfehlt. Effizientes Wärmemanagement ist ein Ansatzpunkt, um die Emissionen in diesem Bereich zu senken.

Hier kommt Vilisto ins Spiel. Die Thermostate finden in Büro- und Verwaltungsgebäuden sowie Kultur- und Bildungseinrichtungen Verwendung. Ob Coworking Space, Rathaus, Kita oder Museum – die Einsatzgebiete sind vielfältig.

Was hinter Vilisto steckt

Vilisto wurde 2016 von Christoph Berger, Lasse Stehnken und Christian Brase gegründet. Bereits während des Studiums erkannten sie, dass Nichtwohngebäude meist ineffizient beheizt werden und die am Markt verfügbaren Lösungen nicht in der Lage sind, diese Herausforderung komfortabel zu lösen.

Als Lösung entwickelten die drei Gründer selbstlernende digitale Thermostate. Diese besitzen eine integrierte und patentierte Anwesenheitserkennung. Sensoren erfassen, wann und wie einzelne Räume genutzt werden und heizen diese automatisiert nach Bedarf. Das Thermostat erkennt auch, wenn gerade gelüftet wird: Bei offenen Fenstern regelt es automatisch die Temperatur herunter.

Das System ist selbstlernend und muss nicht programmiert werden. Durch die bedarfsgerechtere Wärmeregelung lassen sich bis zu 32 % Heizkosten und CO2 sparen.

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Mehr als ein Thermostat

Neben Thermostaten ist auch digitales Heizungsmonitoring im Programm. Die Heizpumpen werden bei Bedarf ausgetauscht, vernetzt und digitalisiert. Über eine Online-Plattform ist der Zugriff auf alle relevanten Messwerte jederzeit komfortabel möglich. Heizungssysteme können so aus der Ferne gewartet und effizient ausgesteuert werden.

Insgesamt wurden durch die Vilisto-Technologie bereits 811 Tonnen CO2 eingespart – das entspricht 101 Erdumrundungen mit einem durchschnittlichen Benziner!

Ausgezeichneter Klimsschutz

Das Unternehmen kann bereits eine Reihe namhafter Kunden verzeichnen wie die Stadt Hamburg, Volkswagen Immobilien oder RheinEnergie. Vilisto wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt, dem Hessischen Staatspreis für innovative Energielösungen und dem PERPETUUM Energieeffizienzpreis.

Auch selbst gehen die Hamburger mit gutem Beispiel voran: Gemeinsam mit ConClimate managt das 30-köpfige Team seine CO2-Bilanz. Faktoren, die dazu beitragen, diese niedrig zu halten, sind – neben der Verwendung der eigenen Thermostate – die Nutzung von Ökostrom und eine lokale Produktion im Umland. Um den CO2-Footprint auszugleichen, unterstützt das Team ein brasilianisches Kompensationsprojekt im Bereich Waldschutz.

Autorin: Alexandra Bellanova

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