Topfreisen – mit gutem Essen Gutes tun

TopfreisenCopyright: www.topfreisen.at, Credit: Canajvisuals

Topfreisen ist ein Projekt, von dem sowohl Asylbewerber als auch die Menschen aus der Umgebung profitieren. BewohnerInnen der Flüchtlingseinrichtung in St. Gabriel, Österreich bereiten – je nach Herkunftsland – landestypische Speisen zu. Damit können die Asylbewerber einerseits einer sinnstiftenden Beschäftigung nachgehen, während sie auf Informationen ihrer Asylanträge warten, und andererseits haben die nahegelegenen Büroangestellten die Möglichkeit frisches, selbst gekochtes Essen aus regionalen Zutaten zu genießen.

Cornelia Mayer, Initiatorin und Leiterin des Projekts, lebt in Mödling – einer Gegend mit vielen Großbüros und Industriegeländen, aber wenig Möglichkeiten sich in der Mittagspause gesund und abwechslungsreich zu ernähren. Nach einer Weltreise, bei der Cornelia Mayer – selbst benannte „leidenschaftliche Esserin aber wenig leidenschaftliche Köchin“ – Projekte kennen lernte, die gutes Essen mit Gutem Tun verbinden, bemerkte sie, dass Asylbewerber wenig Möglichkeiten haben, sich sinnvoll zu beschäftigen. Durch die Kombination dieser beiden Fakten entstand dann im Dezember 2013 die Idee zu Topfreisen.

Bereits im Februar 2014 gewann diese Idee das Social Impact Start Stipendium im Impact Hub Vienna. Seitdem wird das Projekt stetig weiter entwickelt.

In der Caritas- Flüchtlingseinrichtung im Kloster St. Gabriel in Mödlingen wird nun fleißig gekocht – am Herd steht ein afghanischer Koch, der selbst geflüchtet ist, zusammen mit BewohnerInnen der Flüchtlingseinrichtung. Zubereitet werden die Gerichte ausschließlich mit frischen und regionalen Zutaten.

Ob als Mittagessen im Büro, Catering für private Feiern oder Firmenveranstaltungen – dieses Essen gibt Asylsuchenden die Chance sich während des zermürbenden Wartens auf den Ausgang ihrer Asylverfahren sinnstiftend zu beschäftigen und gibt den KundInnen einen Einblick, wie die Kultur der Flüchtlinge schmeckt.

Mit den Einnahmen von Topfreisen werden für die Asylbewerber von St. Gabriel Deutschkurse, Ausflüge oder anderweitige Freizeitaktivitäten bezahlt.

Eine sozial-kulinarisch Idee

Das österreichische Start-up bezieht durch dieses Projekt das Know-How und die Potentiale der in St. Gabriel untergebrachten Menschen mit ein und unterstützt sie dabei – zumindest teilweise – ein selbstbestimmtes Leben zu führen und ihren Alltag abwechslungsreicher zu gestalten. Auf der anderen Seite bietet es seinen KundInnen Essen aus hochwertigen Zutaten, regionaler Herstellung, saisonalem Gemüse, umweltfreundlicher Verpackung und ohne Konservierungsstoffe.

Doch vielmehr als nur Essen, liefert dieses Projekt die Möglichkeit zum kulturellen Austausch und zum respektvollen Miteinander.

Wer zu weit weg wohnt, um das Angebot von Topfreisen wahrzunehmen, kann durch persönlichen Einsatz oder finanzielle Unterstützung helfen, um das Projekt auch bald in der eigenen Nähe zu haben.

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