The Story Store in der place2help-Interviewreihe

© The Story Store

27.04.2018 – place2help Rhein-Main bringt innovative Projekte mit finanziellen Förderern aus der Region zusammen. Auf der Plattform werden Projekte verschiedener Crowdfunding-Plattformen gebündelt und in der Region sichtbar gemacht. Im Rahmen der Interview-Reihe „place2help Rhein-Main– Crowdfundingprojekte aus der Region stellen sich vor“ stellen sich die Projektinhaber unseren Fragen. Heute das Projekt The Story Store.

Um was geht es in Eurem Projekt „The Story Store“?

Bereits jetzt schaffen wir Arbeitsgelegenheiten und Workshops mit Einheimischen und Geflüchteten in der Region, die den Beteiligten Anerkennung, Partizipation und Miteinander ermöglichen. Mit The Story Store verfolgen wir unsere Mission:
Wir möchten mit regionalen Partnern und im direkten Kontakt des Teams miteinander gute Produkte entwickeln. Diese werden durch den Onlineshop (The Story Store) in die Welt transportiert. Das übergeordnete Ziel ist es, Räume zu schaffen, in denen Menschen, insbesondere Geflüchtete und Einheimische, sich begegnen und gemeinsam kreativ werden. Dadurch sollen Grenzen und Vorurteile in den Köpfen abgebaut werden. Unser langfristiges Ziel ist es, in Wiesbaden eine kleine Verkaufsfläche zu haben, mit Lager- und Büroraum, von wo aus wir gemeinsam gestalten können. Damit werden wir Arbeitsplätze für Menschen aller Nationen mit unterschiedlichsten Talenten schaffen. The Story Store Kunden lieben Geschichten. Sie möchten durch ihren Kauf nicht nur ein schönes Produkt erwerben, sondern auch einen Beitrag zu einer faireren Welt leisten. Sie möchten die Geschichte, die hinter Produkten und ihren Erfindern steht, erleben.

Was treibt Euch an?

Wir haben im Mai 2017 MasterPeace Wiesbaden gegründet, eine lose Gemeinschaft von geflüchteten und einheimischen Menschen. Je mehr Projekte wir durchgeführt haben, in denen wir gemeinsam aktiv wurden (Strandsäuberungsaktion, Sprach Cafes, Storytelling Workshop), umso mehr haben wir gefühlt, wie bereichernd und wichtig diese Aktionen sind. Wir haben erlebt, dass sehr zurückhaltende Menschen tolle Talente und große Potentiale in sich tragen, und, dass diese in einer vertrauensvollen Gemeinschaft zum Ausdruck kommen. Wir haben viele bewegende Geschichten miteinander geteilt und glauben, dass die Welt genau diese Geschichten braucht. Das motiviert uns weiter Menschen durch kreatives Schaffen und Dialog miteinander zu verbinden.

Warum habt Ihr Euch für Crowdfunding entschieden?

Wir haben uns für den Deutschen Integrationspreis der Hertie-Stiftung beworben, weil wir das als eine gute Möglichkeit betrachteten, unsere Ideen schneller voranzubringen. Dort ist der Crowdfunding Wettbewerb Bestandteil des Konzeptes. Crowdfunding ist zudem eine gute Möglichkeit die Marktrelevanz der eigenen Ideen zu prüfen. Wird es Unterstützer geben, oder interessiert das vielleicht niemanden was wir vorhaben?

Was werdet Ihr mit dem Geld anfangen?

Zunächst einmal sind da Bankgebühren und Steuern und die Dankeschöns zu bezahlen. Mit dem Rest wollen wir einen Webseiten-Entwickler bezahlen, der uns einen richtig guten Webshop aufbaut. Dann möglichst noch etwas technisches Equipment anschaffen und die Produktentwicklung und Vermarktung vorantreiben.

Was ist aktuell die größte Herausforderung für Euch?

Zeit: Bledion Vladi ist Vollzeitschüler und steht kurz vor seinen Abschlussprüfungen für sein IB Diplom. Ich, Kristine Tauch, bin derzeit in Vollzeit angestellt und betreibe meine Selbständigkeit nebenbei. Derzeit haben wir keine freien Abenden oder Wochenenden. Und es gäbe noch so viel, was wir tun wollten (Veranstaltungen besuchen, Flyer verteilen….)

Welchen Tipp würdet Ihr anderen Crowdunding-Projekten mit auf den Weg geben?

Unbedingt Zeit einplanen! Und mit einem Netzwerk starten, das bereits vor Beginn der Kampagne sagt: Wir unterstützen euch. Beides haben wir leider nicht.

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