ŝelosoda: Kaffee kann mehr!

Gründerin Laura Zumbaum mit einer Flasche selosoda. Copyright: www.selosoda.com.

Wir alle kennen sie: Die kleinen braunen Bohnen, ihren vollen Geruch, den herben Geschmack – Kaffee. Doch die Bohnen machen nur einen Bruchteil der eigentlichen Kaffeepflanzen aus. Was passiert eigentlich mit dem Rest? Auch der ist lecker – wie ŝelosoda beweist.

Gewonnen wird das Getränk aus der Arabica Kaffekirsche, das heißt, dem Teil, der die wertvollen Kaffeebohnen als eine Art Fruchtfleisch umgibt. Die Schalen werden in der Sonne getrocknet und im Anschluss zu einem honigfarbenen Tee aufgegossen – dem Cascara.

Cascara: “Kaffeetee”

Das Trinken von Cascara ist weder Modeerscheinung noch das Ergebnis von nachhaltigem Lebensmitteldesign, sondern in einigen Kaffeeregionen, wie z.B. Bolivien und Panama sogar viel älter als der Konsum des braunen Bohnenaufgusses. Kein Wunder, denn der Tee ist ein echter Wachmacher. So versteckt sich der Koffeingehalt der Pflanze größtenteils in der Kaffeekirsche, wo er als natürliches Insektizid die innenliegenden Bohnen vor Fressfeinden schützt. Daher enthält eine Tasse Cascara etwa sechs- bis achtmal mehr Koffein als die gleiche Menge Kaffee. Aber auch geschmacklich überzeugt der Kaffeepflanzentee. Er kann als fruchtig – frisch beschrieben werden, erinnert an Orange, Melone, Wildhonig und vielleicht etwas Tabak.

Dieser natürlich Geschmack ist es, der Laura Zumbaum, dem Kopf hinter ŝelosoda, beim ersten Schluck sofort begeistert hat. Bei der Produktion von selosoda fügt sie deshalb kaum etwas hinzu: etwas Kohlensäure, je einen Spritzer Zitronen- und Orangensaft – fertig! – keine künstlichen Zusätze, Aromen oder Süßungsmittel.

Stattdessen setzt Laura Zumbaum auf den persönlichen Kontakt zu Kaffeefarmer Graciano Cruz aus Panama, der eine kleine Plantage mit fairem und ökologischem Anbau betreibt. Für die Schalen, die zuvor als Dünger verwertet oder weggeschmissen wurden, zahlt sie genauso viel wie für die Arabica Bohnen und erhöht den Ertrag des Farmers so um 50%. Ein Gewinn auf beiden Seiten, denn die Schalen werden handgeerntet und aufwendig veredelt ehe sie zu fruchtigem Cascara werden.

Mehr Informationen zum Herstellungsverfahren gibt es auf der Webseite, wo man das Getränk auch – vorerst nur online – erwerben kann. Bald soll es allerdings auch im Einzelhandel erhältlich sein.

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