Rikscha-Services für Senior*innen – Mobilität und Teilhabe während Corona

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Rauskommen, rumkommen und im alten Kiez unterwegs sein – das macht in Hamburg während Corona der Rikscha-Service „R’OLL on“ für Senior*innen möglich. Der Verein verleiht die Rikschas dabei kostenlos an Seniorenheime. In die Pedale treten Freiwillige.

Auf diese Weise sollen Senior*innen auch während Corona sicher draußen unterwegs sein. Denn in Corona-Zeiten ist die Unsicherheit, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder gar zu Fuß unterwegs zu sein und womöglich Abstände nicht einhalten zu können, stark gewachsen. Die Rikscha-Ausflüge bringen die Senior*innen dabei nicht nur mit ihrer Nachbarschaft, sondern auch Generationen zusammen.

Rikscha-Service: Für mehr Mobilität in Corona-Zeiten

Auf die Idee zum Rikscha-Service „R’OLL on“ kam OLL-INKLUSIV-Gründerin und ausgebildete Senior*innenenassistentin Mitra Kassai während ihrer Arbeit in einer Hamburger Pflegeeinrichtung. Sie bemerkte, dass es für die Bewohner*innen durch die Corona-Pandemie immer schwieriger wurde, die Pflegeeinrichtung mit einem sicheren Gefühl zu verlassen.

In Kooperation mit der PSD Bank Nord, der Klaus und Lore Rating Stiftung und der Kiezhelden FC St. Pauli schaffte Kassai daher drei Fahrrad-Rikschas mit E-Antrieb an – die nun Senior*innen durch die Straßen Hamburgs fahren.

Bei der gemeinnützige UG OLL INKLUSIV geht es darum, Senior*innen und Menschen über 60 die soziale Teilhabe zu ermöglichen. Dazu realisieren sie zahlreiche innovative Projekte, wie zum Beispiel eine Sonntagsdisco für Senior*innen oder die eigens entwickelte App, die der OLL INKLUSIV-Community hilft, in Verbindung zu bleiben und interessante Themen zu teilen.

Pedalheld*innen bringen Senior*innen an die frische Luft

Auch der gemeinnützigen Verein “CONVENIT e.V.” bietet einen kostenlosen Rikscha-Service für Senior*innen an. Auch hier treten hauptsächlich Freiwillige in die Pedale: Schüler*innen, Studierende und Auszubildende. In Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe können Jugendlichen hier auch ihre Sozialstunden ableisten.

Das Konzept der Rikscha-Services ist denkbar einfach: Ein*e Fahrer*in holt den Gast oder die Gästin ab und fährt sie oder ihn wohin sie möchte – in den Park, vorbei an ihrer alten Wohnung oder zur Elbe. Natürlich mit Mund-Nasen-Bedeckung und unter Berücksichtigung der aktuellen Hygiene-Maßgaben. Im geschützten Rahmen der Rikscha können die Senior*innen Hamburg erkunden, ganz ohne Angst vor Ansteckung haben zu müssen, und können sich den Wind um die Nase wehen lassen.

Kennst Du auch solche Rikscha-Services in Deiner Gegend?

Tamara Schiek

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