ReDI School of Digital Integration – die Programmierschule für Flüchtlinge

© ReDI School of Digital Integration

„Den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts muss man auch mit Lösungen des 21. Jahrhunderts begegnen.“, sagte die damalige UN-Botschafterin für die USA zur Flüchtlingskrise vor rund 3 Jahren. Genau diesen Ansatz verfolgt die ReDI School of Digital Integration und bietet kostenlose Programmierkurse für Geflüchtete an. Diese bekommen eine echte Perspektive und helfen den immensen Bedarf an IT-Fachkräften in Deutschland zu decken.

ReDI for Digital Integration

Mittlerweile seit 5 Jahren lernen Geflüchtete an der ReDI School kostenlos Programmiersprachen wie Ruby on Rails, CSS, HTML und Python. Der Lernansatz ist durch und durch praxisbezogen und stellt das Team statt den Einzelnen in den Fokus. Jede Lerngruppe entwickelt gemeinsam ein konkretes Vorhaben zum Beispiel eine App, die ein Problem behebt oder eine Website für die eigene Unternehmensidee. Ehrenamtliche Unterstützung findet ReDI bei kleinen und großen Industriepartnern wie Microsoft oder Daimler, deren Mitarbeiter die Geflüchteten unterrichten.

Geht das überhaupt – in kurzer Zeit programmieren lernen?

Digitale Skills sind vielfältig und ReDI geht es weniger um die perfekte Ausbildung der nächsten Super Programmierer, sondern um die Vermittlung grundlegender digitaler Fähigkeiten. Dafür ist es wichtig zunächst an irgendeinem Punkt zu starten und dann darauf aufzubauen. Das kann für den einen Trainee der Start mit Java Script und für den anderen Python sein. Der Vorteil an Jobs im IT-Umfeld ist, dass Qualifikation und Können wesentlich mehr zählen als Zertifikate – wer programmieren kann, kann auch liefern.

Frischer Wind für deutsche Konzerne

Unternehmenspartner wie Daimler sind begeistert von der ReDI School. Die jungen Trainees sind hochmotiviert und bringen diverse Hintergründe mit, die in dynamischen und sich schnell verändernden Zeiten äußerst wichtig sind. Diverse Teams aus Einwanderern und Frauen sind nämlich genau das, was in deutschen Tech Firmen noch Mangelware ist. Mittlerweile zählt ReDI 80 Unternehmenspartner, die mit hauseigenen IT-Consultants Programmierkurse geben. Rund 35 % der ReDI Absolventen arbeiten nach den ReDI Kursen Vollzeit in Unternehmen. Der verbleibende Teil nimmt ein Studium auf und arbeitet oft in Teilzeit in IT-Jobs. Das Programm gibt es bisher in Berlin, München, Kopenhagen und seit diesem Jahr in Nordrhein-Westfalen für die Städte Essen, Köln, Duisburg und Bonn.

Almut Weigel

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