place2help Rhein-Main sammelt 233.000 Euro von der Crowd

Alexandra Partale, DennisDarko, Gruender-place2help

Vor einem Jahr startete die Crowdfunding-Plattform place2help Rhein-Main. Das Ziel: Projekte, die unsere Region lebenswerter und zukunftsfähiger machen, bei der Finanzierung mithilfe der Crowd unterstützen. Die Metaplattform bündelt regionale Projekte verschiedener Crowdfunding-Plattformen und verschafft ihnen zusätzliche Sichtbarkeit sowie lokale Vernetzung. Projekte, die die Crowd überzeugen, erhalten zudem einen finanziellen Zuschuss aus dem place2help-Regionalfonds. Diesen Fördertopf befüllen Unternehmen aus der Region, allen voran die Taunus Sparkasse, der VRM-Verlag sowie die Mainzer Stadtwerke.

17 Projekte konnten durch place2help Rhein-Main erfolgreich gefördert werden

Die Bilanz der Plattform kann sich sehen lassen: In den letzten zwölf Monaten wurden siebzehn Projekte erfolgreich finanziert und konnten zum Teil bereits in die Tat umgesetzt werden. Das Finanzierungsvolumen pro Projekt war mit 13.000 Euro überdurchschnittlich hoch. Neun Projekte wurden aus dem Regionalfonds gefördert. „Das soll erst der Anfang sein“, meint dazu die Gründerin von place2help, Alexandra Partale. Mit ihrem Sozialunternehmen möchte sie zukünftig noch mehr Kräfte in der Region bündeln, um gute Ideen zu fördern. Schon heute zählen vierzig Institutionen zum Partnernetzwerk der Crowdfunding-Initiative, darunter Städte und Landkreise, mehrere Wirtschaftsverbände sowie zahlreiche Unternehmen und zivilgesellschaftliche Institutionen.

Drei Beispiele zeigen, warum Crowdfunding ein spannendes Finanzierungs-instrument ist – und was die Crowd in der Region bewirken kann

Schachverein Hofheim übertrifft beim Crowdfunding alle Erwartungen

Um die Kosten der bevorstehenden Bundesliga-Saison zu stemmen, hat der Schachverein Hofheim eine Crowdfunding-Kampagne gestartet – mit Erfolg. Beachtliche 17.000 Euro hat der Verein von der Crowd eingesammelt. „Wir hätten nie gedacht, dass es möglich ist, für unsere Nischensportart so viele Unterstützer zu gewinnen“, sagt die Vorsitzende Anna Heymann dazu. Dank des Crowdfundings kann Hofheim jetzt in der weltbesten Liga spielen – und hat viele neue Fans gewonnen.

„Resteküche“ – Ein Buch geht mithilfe der Crowd in Druck

Seit Jahren engagieren sich Katharina Schulenburg und Daniel Anthes mit ihrem Frankfurter Verein Shout out Loud e.V. gegen Lebensmittelverschwendung. Jetzt haben sie ein Buch geschrieben mit Ideen und Rezepten für einen achtsamen Umgang mit Lebensmitteln. Den Markttest hat das Buch noch vor dem Druck bestanden. Rund 200 Käufer haben die Crowdfunding-Kampagne unterstützt – um als Dank dafür das Buch später in den Händen zu halten.

20.000 Euro für ein Hühnermobil

Solidarische Landwirtschaftsprojekte sind im Trend. Immer mehr Menschen haben nicht nur das Bedürfnis ihre Lebensmittel aus der Region zu beziehen, sondern wollen auch mit anpacken, wenn es um die Produktion geht. In der Genossenschaft „Die Kooperative“ haben sich Bürgerinnen und Bürger zusammengeschlossen, um in Oberrad Obst und Gemüse für den eigenen Verzehr anzubauen. Mit dem Geld aus der Crowd wird nun ein Hühnermobil angeschafft, um das Sortiment um Eier in Bioqualität zu erweitern.

Zukünftig besondere Unterstützung von Gründern

Gerade für Start-Ups ist Crowdfunding eine interessante Finanzierungsmöglichkeit: Es generiert nicht nur Startkapital, sondern ist auch ein guter Test, ob die Idee am Markt gut ankommt. Gemeinsam mit ausgewählten Partnern will place2help daher künftig die Unterstützung von Gründern stärker in den Fokus rücken. „Unser Ziel ist es, Crowdfunding zu einem erfolgreichen Instrument der Gründungsfinanzierung zu machen und die Gründerregion FrankfurtRheinMain zu stärken“, sagt der verantwortliche Projektleiter, Daniel Kumelis.

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