ooshi und ihre Periodenunterwäsche

© Bento

Das Berliner Startup ooshi stellt Periodenunterwäsche als bequeme und nachhaltige Alternative zu Einmal-Binden her.

Periodenunterwäsche – heißt das nicht, im eigenen Blut zu sitzen? Eklig! Das dachte ich zumindest, als ich davon das erste Mal hörte. In Amerika, Australien und England ist Periodenunterwäsche schon länger ein großes Thema. Nun gibt es sie auch „Made in Germany“: Das Berliner Female Health Start-up ooshi hat die erste waschbare Periodenunterwäsche Deutschlands entwickelt.

Periodenunterwäsche als bequeme und nachhaltige Alternative

Erschreckend, aber wahr: Im Durchschnitt verbrauchen menstruierende Menschen in ihrem Leben zwischen 10.000 und 17.000 Binden und Tampons. Das bedeutet Müll – sehr viel Müll. Zusätzlich kann das Tragen und Wechseln der Hygiene-Artikel unangenehm oder umständlich sein. Da stellt sich doch die Frage: Geht das nicht einfacher? Und nachhaltiger?

Das dachten sich auch die Gründer von ooshi und entwickelten im August 2018 eine bequeme Möglichkeit der Periodenhygiene: die Period Panty. Das ist eine Unterhose, die während der Periode getragen wird. Und zwar nur die. Bei einer normalen Blutung wird keine weitere „Schutzmaßnahme“ benötigt. Und die Panty kann einen ganzen Tag getragen werden – ohne zu riechen und ohne unangenehmes Gefühl „im eigenen Blut zu sitzen“. Und schick sind sie auch noch.

Komfortabel, nachhaltig und auslaufsicher

Wie das geht? Mit einem Membransystem, das Flüssigkeiten vom Körper wegzieht, sie aufsaugt und am Auslaufen hindert. Das System basiert auf drei Schichten: Die körpernahste Schicht besteht aus 100 % Merinowolle, die die Feuchtigkeit vom Körper wegleitet und antibakterielle Eigenschaften hat. Die zweite Schicht besteht aus Fasern, die mit einem antibakteriellen Wirkstoff auf Silberbasis angereichert sind. Dadurch wird die Feuchtigkeit schnell aufgesaugt, das Vermehren von Bakterien verhindert und eine Geruchsbildung vermeiden. Die letzte Schicht besteht aus einer flüssigkeitsundurchlässigen Membran, die das Blut wie einen Schwamm einsaugt und dort hält. Nach dem Benutzen die Panty einfach kurz kalt per Hand auswaschen und dann auf 40° in die Waschmaschine stecken.

Fair genäht in Europa

Ganz „Made in Germany“ ist die Unterwäsche jedoch nicht: produziert wird sie in GOTs-zertifizierter Näherei in Portugal und Litauen, mit Stoffen von europäischen Lieferanten.

Tamara Schiek

Kommentar hinterlassen zu "ooshi und ihre Periodenunterwäsche"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*