Wie LittleSun mit Solarlicht Zugang zu Bildung schafft

© LittleSun

Auf seinen Reisen begegnete der Lichtkünstler Olafur Eliasson in Afrika Menschen, die ohne Zugang zu Elektrizität leben. Mit dem Wissen, mit Sonnenenergie und LED-Technik ganze Räume ausleuchten zu können, entstand gemeinsam mit dem Ingenieur Frederik Ottesen die Vision und die Technik, mit einem eigenen Minikraftwerk Sonnenenergie einzufangen und überall dort mit hinzunehmen, wo Licht und Strom benötigt wird.

Inzwischen bietet LittleSun nicht nur ein Solarlicht im Design einer Sonne an, sondern auch ein weiteres Modell und eine Solar-Powerbank mit Licht. Die Solarlichter, die je nach Modell und Dimmung nach einer Ladezeit 5h Licht für bis zu 50h liefern, sind weltweit erhältlich. Das Preismodel unterscheidet sich nach Region: Wer in Europa eine LittleSun für 25 EUR kauft, finanziert den günstigeren Preis von rund 12 USD in ärmeren Regionen mit. LittleSun tritt dabei gegen die Ölindustrie an: Ein Ziel ist es, Strom und Licht 10 Mal günstiger als durch Petroleum anbieten zu können.

Die LittleSunFoundation: Lernen nach Sonnenuntergang

1,1 Millionen Menschen leben laut LittleSun ohne Zugang zu Elektrizität. Um Kochen zu können, müssen zuerst Brennmaterialien gesammelt werden, Handys funktionieren nicht und um nach Sonnenuntergang noch lernen oder arbeiten zu können, werden Kerzen, Taschenlampen mit auf die Dauer teuren Batterien oder giftige Kerosinlampen verwendet. Dabei entstehen Gase, die giftiger sind das Rauchen von zehn Zigaretten in einer Stunde. Elektrizität beeinflusst den Zugang zur Bildung und Gesundheitsversorgung: In den Regionen in Äquartornähe dauert ohne Licht ein Tag nur 11 bis 13 Stunden. Nach Einbruch der Dämmerung ist Lernen kaum noch möglich und ohne Strom müssen selbst im Notfall Hebammen und Ärzte zu Fuß gerufen werden. Selbst ein kurzer Weg nach Draußen kann nach Einbruch der Dunkelheit gefährlich sein und im schlechten Licht ist medizinische Hilfe kaum möglich. Die LittleSunFoundation bringt Licht in diese Regionen. Seit 2017 verteilt die Stiftung Solarlichter an Schulkinder in den ärmsten Regionen der Welt, Menschen auf der Flucht und in Regionen, in denen die Infrastruktur nach Umweltkatastrophen zerstört wurde. Die Finanzierung erfolgt über Spendensammlungen auf Betterplace.

Der Erfolg: Solarenergie als zuverlässiges Minikraftwerk

Über eine halbe Million Lampen hat die LittleSunFoundation bereits über verschiedene Projekte verteilt und damit mehr als 2,2 Millionen Menschen eine neue Lebensqualität mit Solarenergie ermöglicht: Lernen, Unterrichten und Arbeiten wird auch ohne Tageslicht möglich, die Besitzer der Solar-Powerbanks verdienen sich Geld durch das Aufladen von Handys dazu, Hebammen können dank Solarlicht auch in der Dunkelheit helfen und zur Hilfe geholt werden und die Menschen lernen, dass sie sich auf die Energie der Sonne verlassen können.

Autorin: Anna-Katharina Ullmann

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