Das war der Entrepreneurship Summit 2014! – 1/2

Am 11. und 12.10. fand der jährliche Entrepreneurship Summit der Stiftung Entrepreneurship an der FU Berlin statt. Wie auch schon im letzten Jahr war die Veranstaltung komplett ausverkauft. Der Großteil der Besucher waren Gründungsinteressierte. Das diesjährige Motto: „Discover your potential. Be an Entrepreneur.“

Nachhaltige wirtschaftliche Nutzung von Regenwäldern

Passend zur der immer wieder aufkommenden Klimadebatte startete der Vision Summit mit der Keynote „Green Business für Regenwälder“ von Dr. Maritta Koch-Weser. In dieser forderte sie auf, Green Business als komplementäre Naturschutz-Maßnahme anzusehen. Bisher sei die Abholzung eines Waldes für den landwirtschaftlichen Anbau wirtschaftlich oftmals profitabler als die Nutzung vorhandener Ressourcen. Man müsse daher über eine nachhaltigere wirtschaftliche Nutzung nachdenken und wirtschaftliche Möglichkeiten ausschöpfen. Wichtig sei dabei vor allem die einheimische Bevölkerung miteinzubeziehen.

Was macht eine Gründung erfolgreich?

Laut der Keynote von Prof. Günter Faltin spielen verschiedene Faktoren eine große Rolle für eine erfolgreiche Gründung. In seinen Augen sollte man nicht auf den genialen Einfall warten, sondern die Sache systematisch angehen um dann kalkulierbare Risiken eingehen zu können. Wichtig findet er, dass eine Gründung nicht nur stimmig zum Markt sein sollte, sondern auch zur Person. Zusätzlich zu einer Leidenschaft bräuchte der Gründer natürlich auch genügend Ausdauer und Disziplin für eine erfolgreiche Gründung, so Prof. Faltin. Nicht zuletzt sei auch die Fähigkeit, ökonomisch und rational denken zu können, sehr wichtig. Was man nicht gut kann, solle man delegieren. Mit Komponenten gründen, ist auch eine Alternative.

Gesellschaft in Deutschland nicht aufgeschlossen für Entrepreneurship

Trotz des aktuellen (Social) Entrepreneurship Hypes sei die Gesellschaft in Deutschland dem Thema gegenüber nicht wirklich aufgeschlossen. Deutschland sei noch immer eine „Angestellten-Gesellschaft“ und der Unternehmer wird als Außenseiter gesehen. Ein Unternehmen zu gründen wird nicht wirklich als eine Karriere-Option angesehen. Dementsprechend ist auch der Gründergeist im Land nicht sehr ausgeprägt und die Angst vorm Scheitern steht im Vordergrund. Hinzu kommt, dass eine unterstützende Infrastruktur, die Raum für Innovationen geben müsse, nicht ausreichend zur Verfügung steht. Fehlende bzw. inzwischen abgeschaffte Gründungsförderungen und -zuschüsse sind auch ein Problem. Daraus wird klar, dass Gründungsinteressierte schon vor der eigentlichen Gründung vor mehreren Hürden stehen und in gewisser Weise ein dickes Fell haben müssen.

(Autor: Melanie Akerboom)

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