Bonergie – Mit Solarenergie gegen die Armut

Solarenergie ist in Deutschland ein ganz heikles Thema. 2012 ging ein Unternehmen nach dem anderen insolvent. Bonergie zeigt allerdings, dass der Solarenergie-Markt durchaus nicht gesättigt ist, wenn man in die richtigen Länder investiert.

Bonergie hilft mit der Kraft der Sonne

Das Unternehmen hat erkannt, dass das sonnige Afrika dafür den richtigen Markt bietet. Aus diesem Grund hat Bonergie damit begonnen, ein Social Business in Afrika aufzubauen. Bonergie fing mit seiner Arbeit im Senegal an und ist dabei, zu expandieren. Da diese Regionen durch Armut geprägt sind, soll mit Hilfe der Solarenergie genau dieser entgegen gesteuert werden. Sinnvoll ist es daher, dass Bonergie sich entschieden hat, solarbetriebene Wasserpumpen, Kühlschränke, Lampen, usw. anzubieten. Dies bietet den Menschen Zugang zu sauberem Wasser und anderen Grundbedürfnissen, die uns selbstverständlich erscheinen.

Das System der Mikrokredite

Die Finanzierung dieser Produkte erfolgt über Mikrokredite. Das sind Kleinstkredite von einem bis zu ein paar tausend Euro. Die hohen Zinsen stellen hier natürlich das Problem dar. Laut der Frankfurter Rundschau Online liegen die effektiven Zinssätze bei rund 38%. Diese Tatsache spricht nicht gerade für Armutsbekämpfung. Allerdings funktioniert das System der Mikrokredite bei Bonergie anders. Da sich die Menschen kein Geld leihen, sondern ihr Produkt in Raten abbezahlen, entfallen die hohen Zinsen. Dies ist für viele in Armut lebende Menschen die einzige Möglichkeit, eine Zahlung zu tätigen, ohne sich hoch zu verschulden.

Ganz im Sinne eines Social Business werden die Gewinne bei Bonergie in neue Projekte investiert und Investoren erhalten dadurch natürlich keine Dividende. Zusätzlich bietet Bonergie ein flächendeckendes Netzwerk von Solartechnikern, die sofort reagieren können, wenn Probleme auftreten. Natürlich wird auch mit regionalen Partnern zusammengearbeitet und diese Zusammenarbeit weiter ausgeweitet. Die Partner werden mit Managementwissen und dem Aufbau von fairen Handelsbeziehungen unterstützt. Kurzum eine wirklich gute Idee, die auch zu funktionieren scheint.

Christian Deiters

Über den Autor

Christian Deiters
Christian ist schon während des Studiums aktiv in die Start-up-Szene eingestiegen. So begleitete er zum Beispiel die CoBox AG, die 2011 Finalist des Deutschen Innovationspreises im Bereich Startup war. Die Insolvenz der Unternehmung war eine wichtige Lektion und Antrieb zugleich – so geht er seitdem nebenberuflich der Frage nach, wie gerade nachhaltige, innovative Geschäftsideen langfristig und erfolgreich auf dem Markt bestehen können. Bevor er zu milch & zucker wechselte, baute er zwei Jahre eine Abteilung bei dem internationalen Startup Shopgate auf und half so mit, eines der am schnellst wachsenden Tech-Startups in Europa zu formen. Seit 2013 ist Christian CEO der Social Startups Media UG.

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