Because there is no plan(et) B

© Gerd Altmann auf Pixabay

Wie können Unternehmen dazu bewegt werden von selbst ihren CO2-Fußabdruck zu verringern? Daten, Daten, Daten und deren Auswertung kann einen erheblichen Teil beitragen. Wir haben mit Plan A gesprochen: das Start-up hat eine Software speziell für Unternehmen entwickelt.

Plan A – Nachhaltigkeit zum Unternehmensziel machen

Rund 70 % aller schädlichen Emissionen werden von privatwirtschaftlichen Organisationen und Unternehmen verursacht. Durch gesetzliche Regulierungen versuchen Staaten Klimakompensationen von Unternehmensseite zu fördern. Wichtiger auf langfristige Sicht ist jedoch die konsequente Senkung der Emissionen. Das Start-up Plan A hat eine Software-as-a-Service-Lösung entwickelt, die den CO2-Abdruck von Unternehmen berechnet und Unternehmenspläne für Emissionsreduktion bereitstellt.

Emissionsreduzierung statt nur Kompensation

Plan A sammelt Unternehmensdaten und wertet sie aus, um Aufschluss über die Höhe des monatlichen CO2-Fußabdrucks zu geben. Unternehmen erhalten danach Empfehlungen zur Reduzierung der Emissionen in Form eines „Sustainability Action Plans“. Gründerin Lubomila Jordanova betont, dass Unternehmen den Schwerpunkt auf Emissionsreduzierung statt nur Kompensation setzen sollten, da nur eine langfristige Reduktion und Umstellung der Unternehmensprozesse wirklich etwas verändern kann. Für Unternehmen bedeutet das keinesfalls einen Profitverlust. Laut einer Studie des Management-Journals Harvard Business Review performen Firmen mit konkreten Nachhaltigkeits- und Umweltplänen um bis zu 40 % besser als Firmen ohne. Zu den Kunden von Plan A gehören Unternehmen verschiedenster Branchen, beispielsweise der Automobilindustrie, Konsumgüterbranche oder Finanzwirtschaft. Nicht nur staatliche Regulierungen wie die im Februar in Deutschland beschlossene Erhöhung des CO2-Preises, sondern auch steigende Nachfrage von Kunden- und Mitarbeiterseite zum Klimamonitoring motivieren Unternehmen zunehmend zum Handeln.

Plan A und die Greentech Alliance

Zusammen mit anderen grünen Gründern hat Lubomila dieses Jahr die Greentech Alliance ins Leben gerufen. Sie soll Unternehmen besser vernetzen und hat jetzt schon 350 Mitglieder von Softwareunternehmen bis hin zu Abfallmanagementanbietern. Neben Unternehmen sind auch Partnerorganisationen wie Nachhaltigkeitsberater, Journalisten und renommierte Institutionen wie das Climate-KIC oder das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung vertreten.

Im Co-Working durchgestartet

Plan A Gründerin Lubomila hat vor Aufbau des Start-ups in London gelebt. Als sie nach Berlin zog, stellte sie fest, dass Deutschland im Thema Nachhaltigkeit schon weiter war als Großbritannien. Die Mentalität und Offenheit der Stadt war sehr hilfreich für das Start-up. „Ein großer Erfolgsfaktor für die Gründung war das Berliner Co-Working Space“, erzählt uns Lubomila. Im Space konnte sie viele Kontakte knüpfen und hat sehr viel Unterstützung bekommen. In diesem Jahr wird Plan A in weiteren europäischen Ländern gelauncht und die Mitarbeiterzahl verdoppelt. Die Nachfrage der Unternehmen steigt.

Almut Weigel

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