Urin-Power: Afrikanische Teenager haben ersten Urin-Generator erfunden

Urin-Generator05.12.2012 – Bei vielen Lesern wird diese Innovation nicht gerade das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen, aber in Ländern, wo Strom ein kostbares Gut ist, wird sie sehr geschätzt werden. Die Rede ist von einem Generator, der dazu gedacht ist, um aus Urin Strom zu produzieren.

Die Idee für solch ein Gerät kam nicht etwa von hochausgebildeten Wissenschaftlern, sondern von vier Schülerinnen aus Nigeria, welche in der Schule gelernt hatten, dass man aus allen Abfällen Energie erzeugen könne. So haben sie im Chemie-Unterricht fleißig experimentiert und letzten Endes den Urin-Generator erfunden.

Und so funktioniert der Urin-Generator:

Zunächst muss der Harnstoff in eine Elektrolyse-Zelle gelangen, wo er in die Bestandteile Stickstoff, Wasser und Wasserstoff zersetzt wird. Anschließend wird der Wasserstoff gefiltert und danach in einen Gaszylinder gepresst. Der Gaszylinder drückt den Wasserstoff nun in einen weiteren Zylinder, der mit flüssigem Tetraborat gefüllt ist, wobei dem Wasserstoffgas Flüssigkeit entzogen wird. Jetzt gelangt das Wasserstoffgas in den Generator, sodass Strom entstehen kann. Sechs ganze Stunden Strom lassen sich so aus nur einem Liter Urin erzeugen.

Laut Angaben der Tüftlerinnen kam der Erfolg jedoch nicht sofort. Einmal sei der Generator explodiert, weil ein Ventil gefehlt hatte. Dieses wurde aber nachgerüstet und der Generator funktioniert jetzt einwandfrei. Die Herstellung des Prototyps hat etwa €50 gekostet. Derzeit arbeiten die Mädchen jedoch an einem besseren Modell, das vielleicht schon bald in Serienproduktion gehen kann.

Falls die Schülerinnen es tatsächlich schaffen, einen serienreifen Urin-Generator zu entwickeln, lässt es sich davon ausgehen, dass diese Erfindung in Entwicklungsländern sehr gefragt sein wird. Durch ihn könnte man nicht nur „kostenlos“ Strom erzeugen (abgesehen von den Anschaffungskosten), sondern auch sehr umweltschonend.

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1 Kommentar

  1. Gretsch /

    Hallo , wie kann man Kontakt aufnehmen?
    Wir würden gern einen Prototyp testen.
    Gruß aus Detmold

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