Terracycle – Tom Szaky ist der „grüne“ Mark Zuckerberg

Terracycle

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02.11.2012 – Der Social Entrepreneur Tom Szaky wurde vom US-amerikanischen Magazin inc.com im Jahr 2006 zum „CEO Nummer Eins unter 30“ gekürt, und das noch vor Mark Zuckerberg. Mit seinem Unternehmen Terracycle (www.terracycle.de) wollte Tom Szaky den Amerikanern das Recyceln näher bringen – mit sehr großem Erfolg. Seit dem Jahr 2011 gibt es Terracycle auch in Deutschland.

Terracycle verwertet nicht-recycelbaren Müll

Terracycle verfolgt mit seinem einzigartigen Konzept das Ziel, nicht-recycelbaren Müll in nützliche Produkte zu verwandeln. Interessierte können sich auf der Webseite von Terracycle registrieren und eines von mehreren Sammelprojekten aussuchen. Anschließend wird nicht-recycelbarer Müll gesammelt und an das Unternehmen geschickt, welches den Müll in riesigen Hallen lagern. Für jedes eingeschickte Müllobjekt vergibt Terracycle Punkte, welche nachher in Spenden für gemeinnützige Zwecke umgewandelt werden. Alleine im Rahmen einer Aktion, bei der Caprisonne-Trinktüten gesammelt wurden, wurde eine stolze Spendensumme in Höhe von 1.000.000,- Dollar erzielt.

In den USA gibt es mittlerweile schon über 12 Millionen fleißige Müllsammler, welche sich gemeinsam mit Terracycle für einen guten Zweck einsetzen. Terracycle hat es dabei besonders auf Schulen abgesehen, die im Rahmen verschiedener Projekte Müll sammeln und dafür Spendengelder erhalten. Zu den beliebtesten Sammelobjekten zählen beispielsweise Chipstüten, Getränkeverpackungen oder Tuben, die sonst in Verbrennungsanlagen landen würden.

Knapp zwei Milliarden Objekte hat Terracycle schon zu Produkten verarbeitet. Speziell für diesen Zweck arbeiten dort Wissenschaftler und Designer. Diese sorgen dafür, dass neue Produkte aus dem Müll entstehen. Handtaschen, Ordner, Toilettensitze oder Mülltonnen sind nur einige Beispiele für die breite Produktpalette, die mithilfe von Terracycle entstehen.

Für die Herstellung dieser Produkte hat Terracycle mehrere Partnerunternehmen, darunter Nestlé, Coca Cola und L’Oréal. Zum einen übernehmen sie die Versandkosten der Müllsammeler und zum anderen zahlen sie eine Lizenzgebühr an Terracycle, um deren Logo auf den recycelten Produkten zu verwenden. Abgesehen davon bezahlen die Partnerunternehmen für den Müll, den Terracycle von den Sammlern bekommt. Aus Sicht von Terracycle ist dies ein sehr cleveres und profitables Geschäftsmodell und die Partnerunternehmen tun etwas Gutes für die Umwelt.

Das Geschäftsmodell von Terracycle ist auch ein finanzieller Erfolg

War die Idee für das Unternehmen einst ein Studentenprojekt von Tom Szaky, der an der renommierten Princeton Universität studierte, entstand daraus mittlerweile ein Unternehmen mit über 100 Mitarbeitern. Allein seit dem Jahr 2009 konnte Terracycle mit 14 neuen Standorten in Europa expandieren. Auch der finanzielle Erfolg des Unternehmens kann sich sehen lassen: Im Jahr 2010 wurden insgesamt US-$ 13.000.000 umgesetzt mit einem Gewinn von US-$ 150.000. Das Ziel für 2011 lag bei US-$ 20.000.000 mit einem Gewinn von US-$ 500.000. Bei diesen Zahlen kann man sich nur wundern, wie das in einem Land möglich ist, wo Recycling alles andere als Volkssport ist.

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