social-startups.de on Tour – Sozialunternehmertum in Singapur (Teil 3)

SingapurMarius Messerschmied studiert gegenwärtig Wirtschaftswissenschaften an der Goethe Universität in Frankfurt. Vor eineinhalb Jahren etablierte er mit Anna Wolff ein Team der studentischen Social Entrepreneurship Initiative Enactus (unifrankfurt.enactus.de) an der Uni. Die letzten 6 Monate lebte er in Südostasien, wo er zunächst ein Auslandssemester an der Singapore Management University verbrachte und anschließend in Ho Chi Minh City Englisch unterrichtete. In einer vierteiligen Artikelserie, die jeden Montag erscheinen wird, schildert Marius seine Eindrücke von Social Entrepreneurship in Singapur. Nach dem ersten und dem zweiten Teil der Serie folgt nun Teil 3.

MakeSense Singapore

social entrepreneurship singapurEine dritte Initiative, die social business Interessierte in Singapur zusammenbringt und soziales Unternehmertum fördert, ist MakeSense. MakeSense ist ein globales Netzwerk an social business Enthusiasten aus den verschiedensten Bereichen. Der Hotspot in Singapur ist noch relativ jung, hat im November 2013 allerdings schon das zweite SenseCamp in Singapur organisiert. Bei einem SenseCamp kann jeder Interessierte Vorträgen von erfahrenen Entrepreneuren zuhören, aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen diskutieren und an sogenannten holdups teilnehmen, die im Wesentlichen auf der Design Thinking Philosophie basieren. In diesen holdups stellt ein social enterprise eine aktuelle challenge vor, zu der dann im Folgenden in einer bunt zusammengewürfelten Gruppe gemeinsam Lösungsideen entwickelt werden. Während beim SenseCamp mehrere holdups parallel verlaufen, werden auch zwischendurch immer wieder einzelne individuelle holdups vom Hotspot um MakeSense-Mitgründer Larry Tchiou organisiert.

Nachdem ich nun ein wenig das Umfeld für social enterprises in Singapur beschrieben habe, möchte ich abschließend noch zwei dieser etwas genauer vorstellen.

Comcrop by The Living Project

The Living Project (TLP) wurde 2011 von Allan Lim ins Leben gerufen und zielt im allgemeinen darauf ab, eine direkte Verbindung zwischen einer nachhaltigen, urbanen City und den individuellen Bedürfnissen der Bürger zu schaffen. Comcrop im speziellen wurde von TLP mit der Vision geschaffen einen positiven Einfluss auf den Umgang mit Lebensmitteln und die Ernährungsweise der Singapurer zu nehmen. Stadtbewohner sollen durch urbanen Gartenanbau wieder mit lokalen Farmern und natürlicher Anbauweise in Verbindung gebracht werden. So etablierte Comcrop zum Beispiel im Januar 2013 einen Garten mitten in Singapur auf dem Dach des SCAPE Gebäudes. Hier werden seitdem vor allem Basilikum und Tomaten angebaut, die unter anderem an umliegende Hotels verkauft werden. Während des SenseCamps konnten wir uns einen eigenen Überblick über das Projekt verschaffen und erhielten Einblicke in die Anbauweise. Die Technik, die Comcrop verwendet nennt sich Aquaponik und ist eine Kombination aus Fisch-und Pflanzenzucht, bei der ein geschlossener Wasser-und Nährstoffkreislauf initiiert wird. Das System vollzieht wesentliche Merkmale des natürlichen biologischen Kreislaufs nach und ich kann jedem nur wärmstens empfehlen sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen und Aquaponik zu googlen.

Neben Comcrop fördert auch das social startup edible gardens die urban farming Bewegung in Singapur, in die ihr Auftritt bei TedxSingaporeManagementUniversity einen interessanten Einblick gibt.

Ähnliche Beiträge

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Unsere Partner

Energienpoint clean energy project Forum Nachhaltig Wirtschaften FairMail Lektorat Lambert JOBVERDE.de Enactus-Goehte-Universität karrierefaktor
Unsere Seite auf Google+