Selbstgemachtes verkaufen – Das ist zu beachten

10.07.2017 – Der Trend, seine selbst gestalteten Produkte auf Märkten oder Plattformen wie DaWanda oder Etsy zum Verkauf anzubieten, wächst und wächst. Immer mehr Kreative entscheiden sich dazu, ihr Handgemachtes zur zusätzlichen Einnahmequelle zu machen – auch im nachhaltigen Bereich. Dass man dabei aber auch einige rechtliche Vorschriften zu berücksichtigen hat, wissen allerdings nur Wenige.

Einfach zu merken ist: verkauft werden darf alles, was nicht gegen ein gesetzliches Verbot verstößt. Wollt ihr jedoch bestimmte Waren an den Mann bringen, gibt es dennoch Gewisses zu beachten.

Die richtige Kennzeichnung

Für Textilien gilt beispielsweise die Textilkennzeichnungsverordnung, die ein Etikett auf dem Produkt vorsieht. Spielzeug braucht unter anderem eine CE-Kennzeichnung. Durch diese bestätigt ihr, dass eure Ware den produktspezifischen Richtlinien der EU entspricht. Für die Hobbyköche unter euch: achtet stets darauf, dass der Verkauf eurer Lebensmittel ein Gesundheitszeugnis vom Gesundheitsamt verlangt.

Bei Namensgebung, Plakat- oder Logogestaltung oder sogar Markenentwicklung solltet ihr natürlich auf das Urheberrecht achten. Denn Verstöße gegen dieses können erhebliche Folgen haben. Solltet ihr am Urheberrecht zweifeln, wendet euch an den Markeninhaber oder Urheber. Der kann sein Recht zwar nicht übertragen, aber euch Nutzungsrechte seines Eigentums abtreten. Weitere Regelungen findet ihr im Produkthaftungsgesetz, welches beispielsweise Schadensersatzansprüche umschreibt.

Steuerrecht

Versicherungen (Krankenversicherung, Rentenversicherung und Co.) sowie steuerrechtliche Abgaben sind bei einer Nebentätigkeit ab einem gewissen Ausmaß leider fällig. Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Fakten:

  • Sozialversicherung: Könnt ihr weiterhin über euren Hauptberuf/Lebenspartner versichert bleiben?
  • Umsatzsteuer: Zählt ihr euch zu den Kleinunternehmern? Wenn ihr auf diese Regelung verzichtet, muss monatlich oder vierteljährlich eine Umsatzsteuervoranmeldung abgegeben werden.
  • Einkommenssteuer: Wenn ihr regelmäßig nebenberufliche Einnahmen bezieht, muss euer Gewinn über die Einkommensteuererklärung angegeben werden. Wer Hartz IV bezieht, muss seine Nebeneinnahmen ebenfalls melden und  so eventuell auf Teile seines Leistungsanspruchs verzichten.

Um unnötigen Stress und Ärger beim Verkaufen eurer Ware zu vermeiden, solltet ihr nicht nur diese, sondern auch weitere Regelungen berücksichtigen. Detaillierte Infos rund um das Thema und viele weitere Tipps zum Verkauf des Selbstgemachten gibt es im kostenlosen E-Book „DIY – Selbstgemachtes Verkaufen

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Über den Autor:
Die Online-Redaktion NeoAvantgarde hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Zusammenspiel von Innovation, Lebensgefühl und digitalen Trends einer medialen Gesellschaft zu beleuchten. Technologien beeinflussen Lebensqualität, Mentalität und Kultur. NeoAvantgarde sucht nach den neuen Ideen der digitalen Gestalter und den Fragen dieser Generation.

Bestehend aus freien Redakteuren, werden spannende und gesellschaftlich relevante Inhalte über digitale Lebenskultur entwickelt und in Form von frei verfügbaren Ratgebern weiterverbreitet.

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