EcoCrowd Funding geht in die heiße Phase

EcoCrowd Projektmanager Michael Golze

09.06.2017 – Auf der Crowdfunding-Plattform EcoCrowd, die sich auf den Bereich Nachhaltigkeit spezialisiert hat, tummeln sich einige interessante Ideen und tolle Projekte. In unserer neuen Reihe “Nachhaltigkeit jetzt!” stellen sich die Projektinhaber unseren Fragen. Heute ist das Projekt EcoCrowd selbst an der Reihe.

Hallo Michael, könntest du dich und euer Projekt kurz vorstellen?

Ich bin Micha, Projektleiter bei EcoCrowd. Zusammen mit meinem Team arbeite ich in Berlin an der Online-Plattform EcoCrowd, auf der soziale und ökologisch nachhaltige Projekte durch Crowdfunding finanziert werden. Die Plattform wird seit 2015 durch das Bundesumweltministerium kofinanziert. Diese Unterstützung endet im September und ab dann wollen wir möglichst auf eigenen Beinen stehen. Damit wir weiterhin sozial und ökologisch nachhaltige Projekte ermöglichen können, bitten wir unsere Crowd nun in eigener Sache um Unterstützung.

Wann kam dir / euch die Idee für das Projekt?

Die Plattform ist ein Community-Projekt der Deutschen Umweltstiftung. Die Idee entstand ursprünglich als Reaktion auf die vielen Unterstützungsanfragen die wir bei der deutschen Umweltstiftung täglich bekommen. Auch wenn es tolle initiativen sind, können wir als Bürgerstiftung leider nicht jedes Projekt fördern. Mit EcoCrowd bieten wir den engagierten Projektstartern eine Möglichkeit, einen anderen Weg finanzielle Unterstützung zu erhalten.

Worin genau besteht die soziale Komponente des Projekts?

Auf EcoCrowd schaffen es grundsätzlich nur soziale und nachhaltige Projekte. In Zusammenarbeit mit unserem Beirat und allen Unterstützern haben wir hierzu einen Leitfaden entwickelt, nach dem wir jedes Projekt einzeln bewerten. Unsere Leitlinien sollen natürlich nicht ausschließlich sein und können das auch gar nicht. Aber sie helfen auf jeden Fall dabei, die Qualität der Projekte auf unserer Plattform zu sichern. Dabei schauen wir uns sowohl den Output als auch den Input der Projekte an, um sicher zu stellen, dass am Ende ein Mehrwert für die Umwelt steht.

Wie sieht euer Geschäftsmodell aus?

EcoCrowd ist eine Crowdfunding-Plattform, die auf einem Prinzip basiert, welches sich auf Englisch “reward-based crowdfunding” nennt. Die Projektstarter legen ihre Projekte auf unserer Plattform an und legen ein Finanzierungsziel fest. Menschen, denen das Projekt gefällt, können dabei mithelfen, diesen Zielbetrag in kleinen Schritten zu finanzieren und erhalten als Gegenleistung ein sogenanntes Tauschgut. Das kann zum Beispiel das fertige Produkt sein oder auch etwas ganz anderes.

Alle Projekte auf EcoCrowd laufen im Finanzierungsmodell „Flexibles Funding“. Das heißt wenn das Finanzierungsziel bis zum Ende der Finanzierungsphase nicht erreicht wird erhält der Projektinitiator trotzdem sein Geld und jeder Unterstützer sein Tauschgut. Ein nachhaltiger Beitrag lässt sich nämlich oft schon mit einer Teilsumme erreichen.

Wir sorgen in diesem Prozess dafür, dass die Infrastruktur also z.B. die Zahlungsabwicklung für die Kampagnen zur Verfügung steht. Darüber hinaus beraten wir die Projektstarter über den gesamten Zeitraum in Hinblick auf die Entwicklung und Durchführung der Crowdfunding-Kampagnen.

Was ist derzeit die größte Herausforderung für euch?

Im Moment befinden wir uns in der Endphase der Crowdfunding-Kampagne. Bis jetzt konnten wir die dritte von fünf Etappen erreichen. Gerade jetzt, eine Woche vor dem Ende der Kampagne, müssen wir viel mit unserer Crowd kommunizieren und Output liefern, damit wir auch die letzten von unserem Vorhaben überzeugen können.

Was sind eure Ziele für die nächsten 12 Monate?

Natürlich wollen wir unsere Kampagne erfolgreich beenden und mit den entstandenen Mitteln die EcoCrowd erhalten und weiter verbessern. Wir wollen die Plattform zum Beispiel auch auf Englisch anbieten und mehr Lerninhalte und Infomaterial wie Tutorial-Videos erstellen. Wir wollen zusammen mit den Menschen da draußen so viele tolle Projekte umsetzen wie es nur geht!

Mit wem würdest würdet ihr euch gerne einmal zum Mittagessen verabreden?

Jane Goodall und Janosch

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