Arbeiterkind.de verhilft Kindern aus „Arbeiterfamilien“ zum Studium

Arbeiterkind.de - Katja Urbatsch

Katja Urbatsch – Gründerin von Arbeiterkind.de (© Nadine Wojcik)

In Deutschland gibt es eine klaffende Lücke zwischen Hochschulberechtigten aus Akademikerfamilien und denen, die nicht aus einer solchen kommen. Letztere treten ihr mögliches Studium häufig aus den unterschiedlichsten Gründen nicht an. Die Initiative arbeiterkind.de möchte diesen Umstand ändern und hilft Schülern, die die ersten Akademiker ihrer Familie werden wollen.

5000 ehrenamtliche Mentoren stehen in 70 lokalen Gruppen bundesweit bereit, um den Interessierten Rede und Antwort zu stehen. Sie erzählen von eigenen Erfahrungen und Erlebnissen, berichten über den studentischen Alltag und geben Schulvorträge. Es gilt das Motto: „lieber drei Fragen mehr stellen als eine zu wenig“. Daher bietet die Initiative interaktive Informationsveranstaltungen in Schulen und Hochschulen an und richtet Diskussionsrunden auf Veranstaltungen sowie Bildungsmessen ein. Auch das eigene Internetportal gibt Ratschläge und Tipps zur Finanzierung und weiteren Fragen. Die Mitarbeiter sind dort telefonisch und per E-Mail zu erreichen. Häufig sind Adressen für persönliche Gespräche angegeben. Außerdem finden sich die Termine der Stammtische. Passend zum eigenen Wohnort sucht man sich einfach den dichtesten geeigneten Termin und schaut bei den in der Regel einmal im Monat anstehenden Treffen vorbei.

Bundesweit werden weitere Mentoren gesucht. Wichtig für diese Tätigkeit ist nicht, dass man aus einer Akademikerfamilie kommt. Auch, ob man Student ist oder in einem außeruniversitären Bereich beruflich tätig ist, spielt keine Rolle. Es zählt die persönliche Erfahrung, die einen zu einem geeigneten Mentor macht. Interessierte Schulen sollten sich unbedingt melden, da jede Informationsveranstaltung den Schülern hilft.

Unterstützt wird die Plattform durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, Ashoka Deutschland, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst in Kooperation mit der Justus-Liebig-Universität Gießen, das Ministerium für Innovation Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, die JP Morgan Chase Foundation und von der Vodafone Stiftung Deutschland. Die Arbeit der Ehrenamtlichen wurde bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

(Autorin: Natália Kassner)

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