Vom Laufsteg zur Kaffeebohne in Äthiopien – nuruCoffee

© nuruCoffee

Sara Nuru kennt sich aus in der Welt. Nach ihrem Sieg bei Germanys Next Topmodel vor 12 Jahren jettete sie um den Globus und modelte für Gillette, C&A, McDonald`s und viele andere Marken. In das Herkunftsland ihrer Eltern Äthiopien zog es sie allerdings erst im Jahr 2014 als sie für die NGO Menschen für Menschen tätig war. Diese Reise und ein mit Blattgold bestreuter Eisbecher für 1.000 €, den sie für einen TV-Sender bewerben sollte, veränderten ihre Einstellung zur Konsumwelt und ebneten den Weg für nuruCoffee. Mit ihrer Schwester Sali Nuru gründete sie 2016 nuruCoffe und setzt sich seitdem nicht nur für fair gehandelten Kaffee, sondern auch für Frauenförderung in Äthiopien ein.

Äthiopische Kaffeetradition

Schon von klein auf wurden Sara und Sali von ihrer Mutter in die äthiopische Kaffeezeremonie eingeführt. Die ist stark frauendominiert und wird sehr traditionell zelebriert. Äthiopischer Kaffee ist besonders, er wird von Hand vom Baum geerntet, also echt handverlesen. Vorkommende Geschmackssorten sind extrem vielfältig von mild bis hin zu kräftig und schokoladig, denn Äthiopien verfügt über 20 Kaffeeanbauregionen.

Frauenförderung ist essenzieller Bestandteil

Äthiopien gilt als das Kaffee-Ursprungsland und handelt Kaffee als wichtigstes Exportgut. Trotzdem sind die Erntebedingungen prekär und den Großteil der Arbeit verrichten Frauen. Als die Idee für nuruCoffee entstand, war klar, dass nicht nur mit äthiopischem Kaffee gehandelt werden, sondern das Thema Frauenförderung essenzieller Bestandteil des Start-ups sein soll. Mit Schulungen, Trainingskursen und Mikrokrediten über so genannte Women Associations unterstützt nuruCoffee Frauen beim Existenzaufbau. Mehr als 200 Frauen haben Sara und Sali so schon geholfen.

Fairness darf kein Luxus sein

Im September 2020 startete nuruCoffee gemeinsam mit der Entwicklungsinitiative die Kampagne “Fairness darf kein Luxus seinhier”. Es geht um die Abschaffung der Steuer für fair gehandelten Kaffee, der steuerfrei wesentlich attraktiver für Konsumenten wird. Eigentlich längst überfällig in Deutschland, denn wir trinken täglich 166 Liter Kaffee.

Almut Weigel

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