TV-Tipp: planet e. – Die Solarstrom-Macher

Sonntag, 01.04.2018 16:30 Uhr im ZDF (Nachtwdh. um 4:10 Uhr): Öko-Strom für das Dorf Amaloul im Niger. Eine deutsche Privatinitiative baut dort eine Container-Solaranlage auf. So lautet die Einleitung für die Dokumentation des Jahres auf planet e.

Ist das Pilotprojekt erfolgreich, sollen 500 weitere Dörfer am Rand der Sahara folgen. Können private Investitionen ein Gegenmodell sein für traditionelle Entwicklungshilfe?

Nur etwa ein Prozent der Landbevölkerung in Afrika ist an das Stromnetz angeschlossen. Energie für das Nötigste kommt aus schmutzigen, oftmals veralteten und ineffizienten Diesel-Generatoren. Der Treibstoff muss über weite Entfernungen herangeschafft werden. Das macht Energie zum Luxusgut. Länder wie der Niger sind schlicht zu arm, um ein Stromnetz aufbauen zu können. 50 Jahre Entwicklungspolitik haben daran leider nicht viel geändert.

Nun liegt es an Torsten Schreiber, seiner Frau Aida aus Mali und dem Team von Africa GreenTec dies zu ändern. Ihr Startup ist derzeit der erste und einzige private Investor im Niger.

„planet e.“ begleitet die Expedition, die die erste Pilot-Anlage im Niger aufstellen soll – im 3000-Seelen-Dorf Amaloul am Rand der Sahara. Der Container soll Licht für die Schule bringen, eine effizientere Bewässerung und Landwirtschaft ermöglichen sowie viele kleine Handwerksbetriebe mit Strom versorgen.

Das Paar hat ein großes Ziel: Binnen zehn Jahren will es 500 Dörfer elektrifizieren und drei Millionen Menschen in Afrika mit Strom versorgen. Vom Gelingen des Pilotprojekts hängt ab, ob die Firma den Zuschlag dafür erhält oder scheitert – und ob die Menschen in Amaloul eine Chance auf Entwicklung und ein besseres Leben bekommen. Doch für Team und Technik wird das Aufstellen des Solar-Containers in der extremen Hitze zum Härtetest.

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