Swapper: Das Tinder der Tauschbörsen

Die App Swapper

14.06.2017 – Tauschen ist nachhaltiger als immer gleich alles neu zu kaufen. Um das Ganze auch als sexy darzustellen, bedient sich das Startup Swapper dem Tinder-Prinzip.

Vor Jahren schlug die Dating App Tinder ein wie eine Bombe und veränderte über Nacht den kompletten Markt für Online Dating. Im Vordergrund steht noch heute das Matching-Verfahren, mit dem ganz leicht und durch eine einzige Wischbewegung festgestellt werden kann, ob zwei Personen Interesse aneinander haben. Das selbe Konzept möchte Swapper nun auch für gebrauchte Artikel verwendet. Statt zu verkaufen wie bei eBay oder Shpock wird hier eben getauscht und das ganze ebenfalls mit der berüchtigten Wischbewegung.

Wie Swapper funktioniert

Im Prinzip handelt es sich bei Swapper um einen Marktplatz, bei dem gebrauchte Artikel zum Tausch angeboten werden können. Ein Algorithmus hilft dabei, schnell und einfach passende Tauschobjekte zu finden und dadurch potentielle Tauschpartner zusammenzuführen. Wer ein interessantes Produkt gefunden hat, kann durch eine einfache Wischbewegung nach rechts signalisieren, dass Interesse an einem Tausch besteht. Sollte nun auch der andere Nutzer sein Interesse bekunden, so kommt es zum Match, beide Nutzer können über den Tausch verhandeln und den Deal letztlich abschließen.

Das Konzept funktioniert also denkbar einfach. Registrieren und “los swappen”. Dazu schießt man einfach schnell ein Foto, beschreibt das Produkt, ordnet es einer passenden Kategorie zu und legt anschließend noch eine Wertspanne fest. Da auch Kategorien übergreifend getauscht werden sollen, kann der Nutzer anschließend seine Sucheinstellungen anpassen. Neben Kategorien können auch Hashtags vergeben und der Suchradius eingestellt werden. Der Algorithmus fast diese Daten zusammen und macht dem Nutzer auf Basis dessen passende Vorschläge, die ihn interessieren könnten.

Neben der Einfachheit, die der Tausch gegenüber einem Mühsamen Verkauf auf eBay oder ähnlichem bieten soll, geht es bei Swapper vor allem um die Nachhaltigkeit. Statt nicht benutzte Artikel auf dem Dachboden verstauben zu lassen und immer wieder neues zu kaufen, kann eine solche Tauschbörse den Konsumwahn eindämmen und dazu motivieren gebrauchte Produkte ganz einfach zu recyceln.

Über den Autor

Christian Deiters
Christian ist schon während des Studiums aktiv in die Start-up-Szene eingestiegen. So begleitete er zum Beispiel die CoBox AG, die 2011 Finalist des Deutschen Innovationspreises im Bereich Startup war. Die Insolvenz der Unternehmung war eine wichtige Lektion und Antrieb zugleich – so geht er seitdem nebenberuflich der Frage nach, wie gerade nachhaltige, innovative Geschäftsideen langfristig und erfolgreich auf dem Markt bestehen können. Bevor er zu milch & zucker wechselte, baute er zwei Jahre eine Abteilung bei dem internationalen Startup Shopgate auf und half so mit, eines der am schnellst wachsenden Tech-Startups in Europa zu formen. Seit 2013 ist Christian CEO der Social Startups Media UG.

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