Sustonable stellt Mobiliar aus leeren PET-Flaschen her

© Sustonable

Immer stärker wird mit verschiedenen Projekten darauf aufmerksam gemacht, dass der Plastikverbrauch weltweit zu hoch ist. Beispielsweise werden mit dem Projekt The Ocean Cleanup die Weltmeere vom Plastik befreit, Macroplastics versucht den Weg des Mülls in den Meeren ausfindig zu machen und auch im Bereich des Mikroplastiks werden beispielsweise durch die Guppyfriend dem Plastik der Kampf angesagt. Das Unternehmen Sustonable hat einen neuen Ansatz für den Kampf gegen das hohe Plastikaufkommen.

Wenn man an den eigenen Haushalt denkt, dann ist in vielen Bereichen Plastik vorzufinden. Sei es, dass die meisten Produkte aus dem Kühlschrank, wie Käse, Wurst und Joghurt in einer Plastikverpackung sind oder die Schokobons alle einzeln in Plastik verpackt sind, genauso wie die Entkalkertabs für die Waschmaschine oder Spülmaschine. Ein besonders großen Anteil am Plastikabfall machen jedoch auch die PET-Flaschen aus. Allein in Deutschland werden laut der Deutschen Umwelthilfe jährlich 16 Milliarden Plastikflaschen verbraucht. Das ist so viel, dass man damit 140x die Erde umrunden kann, würde man die Flaschen aneinander legen. Eine Zahl, die schwer fassbar ist, immerhin hat die Erde einen Umfang von rund 40.000km.

Sustonable gibt PET-Flaschen ein zweites Leben

Auch wenn bei vielen Menschen das Plastikproblem bereits in das Bewusstsein vorgedrungen ist und sie auf Glasflaschen umgestiegen sind, gibt es immer noch zu viele Menschen, die sich dem Thema gänzlich verschließen. Daher hat das Unternehmen Sustonable sich einen Weg überlegt, wie die PET-Flaschen weiter verarbeitet werden. Ihre Idee: Die Herstellung von Verbundmaterial aus Quarz und PET. Damit lösen sie gleich zwei Umweltprobleme. Zum einem werden PET-Flaschen wiederverwendet, zum anderen ermöglicht ihre Zusammensetzung des Verbundmaterials einen drastische Reduzierung an Verschnitt in der Industrie. Die Idee dazu entstand bereits vor mehr als 15 Jahren, als die Gründer zusammen in einer anderen Firma in der F&E Abteilung gearbeitet haben. 2014 war ihre Idee so ausgereift, dass sie Sustonable gründeten.

Vielfältiger Einsatzbereich im ganzen Haus

Die Produkte von Sustonable sind vielfältig einsetzbar. So können sie in der Küche als Arbeitsplatten, Rückwände oder Küchenbars verwendet werden. Im Bad ist ein Einsatz bei den Duschwänden, Badfliesen oder Waschbecken möglich. Weitere Anwendungsbereiche sind Tische, Theken, Wandverkleidungen oder andere Innenausstattungen. Die Oberflächen sind in allen denklichen Farben und Designs erhältlich. Sie brauchen bei ihrer Herstellung fünf mal weniger Ressourcen und verringern den Restabfall bis zu zehn mal gegenüber der herkömmlichen Produktion. Der Abfall sowie das fertige Produkt sollen zu 100% recycelbar sein.

Sustonable im Finale vom Green Alley Award 2017

Die Idee hinter Sustonable stammt von Laurens Van Graafeiland, Aad van Helden und Erik Schoneveld. Die drei Niederländer waren 2017 mit ihrer Idee beim Green Alley Award und haben es bis ins Finale geschafft. Sie waren im Finale einer von sechs europäischen Start-Ups und konnte sich damit gegen 200 weiteren Finalisten durchsetzen.

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