Sunte bringt Licht in Afrikas Krankenhäuser

Sunte

An Durchfall oder einer Grippe zu sterben ist in Deutschland fast undenkbar. Strom, moderne Geräte und Vertrauen in das Gesundheitssystem sind der Schlüssel. In der Sub-Sahara-Region sterben wegen solcher einfachen Krankheiten jährlich etwa 190.000 Menschen. Dazu gehört auch Togo. Zwar gibt es dort Krankenstationen, in denen gut ausgebildete Ärzte und Pfleger arbeiten, jedoch stehen diese vor zwei Problemen: Zum einen haben sie keinen Zugang zu Strom, sodass Behandlungen in der Nacht bei dem Licht von Petroleumlampen stattfinden müssen. Zum anderen begegnen viele Togolesen moderner Medizin mit Skepsis. Das Projekt Sunte hat für diese Probleme nun Lösungen gefunden.

Es braucht Elektrizität und einen Anreiz für die Menschen zu kommen. Die Lösung heißt: umweltfreundliche Solaranlagen. Die Solaranlagen generieren genug Energie um Handyladestationen anzubieten. Und Handys sind für die Togolesen das wichtigste Informations- und Kommunikationsmedium. Obwohl nur 28 Prozent der Menschen einen Zugang zu Elektrizität haben, besitzen gut 82 Prozent ein Handy. Durch die Möglichkeit das Handy in der Krankenstation aufzuladen, kommen die Menschen dorthin und treten so in Kontakt mit den Ärtzten und Pflegern. Dabei kann aktiv daran gearbeitet werden, die Skepsis gegenüber moderner Medizin abzubauen.

Wie läuft es bisher für Sunte?

Inzwischen konnten 10 Krankenstationen aufgebaut werden, was die Zahl der Behandlungen in Togo um 100 Prozent hat ansteigen lassen. Täglich kommen Menschen, um ihre Handys aufzuladen und besuchen dabei die Stationen. Dabei werden die Einnahmen in einen Fonds eingezahlt, der vor Ort verwaltet wird. Dieser finanziert nicht nur Reparaturen und Wartung, sondern soll auch zur Anschaffung medizinischer Gerätschaften oder Kühlschränken zur Lagerung von Impfstoffen und vor allem weiterer Solaranlagen und einer Ausweitung des Projektes in Togo genutzt werden.
Natürlich soll nicht nur den Menschen in Togo geholfen werden. Es gibt noch viele weitere Regionen, wo die Menschen ohne Licht oder die richtigen Geräte behandelt werden, was in vielen Fällen tödlich endet. Deswegen sammelt das Team von Enactus Mannheim e.V. weiter Geld für das Projekt Sunte. Wer spenden möchte, kommt über diesen Link zum Projekt.

Langfristig sollen die einzelnen Projekte vollständig in die Verantwortlichkeit der in den Regionen tätigen Menschen abgegeben werden können. So sollen Eigeninitiative und Verantwortungsbewusstsein gefördert werden. Für das Team ist Nachhaltigkeit der medizinischen Verbesserung wichtig. Sie wollen den Menschen helfen und den Menschen in der Sub-Sahara-Region eine Chance geben.

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