Erfolgreiches Social Innovation Camp in Tübingen

Vom 9. bis zum 11. November 2018 fand in Tübingen in den Räumlichkeiten des Weltethos-Instituts das Social Innovation Camp der World Citizen School statt. Dieses bietet „einen kreativen Freiraum zur Konkretisierung oder Weiterentwicklung gemeinwohlorientierter Projektideen, bestehender Initiativen und Sozialunternehmen. Dabei ist alles erlaubt, was verspricht, die Welt ein Stück besser zu machen.“

Neben spannenden Vorträgen und intensiven Coaching-Sessions arbeiteten die mehr als 30 Teilnehmer an insgesamt 14 Ideen und Projekten, die von der Finanzierung eines neuen Buses für eine paraguayische Schule bis hin zur Entwicklung einer App für Kindern mit logopädischen Schwierigkeiten, reichten. Die World Citizen School setzt sich dafür ein, „dass alle Studierende selbstbestimmt lernen, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten für eine friedlichere, gerechtere und menschlichere Welt zu entwickeln und einzusetzen.“ Sie ist derzeit an das Weltethos-Institut in Tübingen angeschlossen, richtet sich jedoch explizit an alle Studierenden auch über Stadt- und Hochschulgrenzen hinweg.

Der Ablauf des Social Innovation Camps

Das Camp startete am Freitagabend mit einem lockeren Kennenlernen und dem Vortrag einer gescheiterten Start-Up-Gründerin über die Learnings aus ihren persönlichen Erfahrungen. Am Samstag folgte nach einem gemeinsamen Frühstück die intensive Auseinandersetzung der Teilnehmer mit ihren mitgebrachten Ideen und Projekten. Zur Bearbeitung stellten die World Citizen School und ihr Initiator Michael Wihlenda einige selbstentwickelte Canvases zur Verfügung, um die teils noch unscharfen Ideen in eine konkrete und übersichtliche Form zu bringen. Die Canvases erlaubten es zudem die einzelnen Ideen mit den Sustainable Development Goals in Verbindung zu bringen. Am Sonntag – ebenfalls nach einem gemeinsamen Frühstück – ging es verstärkt um die Themen Kommunikation und Pitchen, um es den Teilnehmern zu ermöglichen, ihre Ideen vor potentiellen Geldgebern oder sonstigen externen Stakeholdern authentisch und zielgerichtet zu präsentieren. Der Tag endete natürlich mit einem Pitch und einem Marktplatz, bei dem sich die Teilnehmer nochmals untereinander austauschen und zukünftige Zusammenarbeiten über das Camp hinaus vereinbaren konnten. An beiden Tagen standen den Teilnehmern neben dem Initiator der World Citizen School, Michael Wihlenda, auch Dr. Raban Fuhrmann (EthicsFirst), Prof. Dr. Maud Schmiedeknecht (ESB Reutlingen, Corporate Governance and Corporate Social Responsibility), Nadja Büchler (World Citizen School), Dr. Georg Doll (Business Angel, CyberForum Karlsruhe) sowie Katrin Gildner und Luisa Blendinger (beide erzähl davon) für individuelle Coachingeinheiten zur Verfügung. Sie hielten zudem Kurzvorträge zu ihren jeweiligen Schwerpunktthemen, an denen die Teilnehmer des Camps bei Interesse teilnehmen konnten.

Der Mehrwert des Camps

Das Social Innovation Camp bietet allen, die gerne einmal intensiv an einer sozialen Idee arbeiten möchten, die sie unter Umständen schon länger gedanklich verfolgen, die Möglichkeit, dies mit professioneller Unterstützung und in strukturiertem Rahmen zu tun. Die Unterstützung durch die World Citizen School ist den Teilnehmer auch über das Camp hinaus sicher, egal ob die erarbeitete Idee zur unmittelbaren Gründung eines Social Start-Ups führt oder die Arbeit daran zunächst für gewisse Zeit aufgeschoben wird. Die Initiatoren stecken bereits in den Planungen für das nächste Event und hoffen darauf, dass zukünftig noch viele weitere Social Innovation Camps – nicht nur in Tübingen – stattfinden.

Kommentar hinterlassen zu "Erfolgreiches Social Innovation Camp in Tübingen"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*