So schaffen Startups bestes Teamklima von Beginn an

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Im Hinblick auf den Unternehmenserfolg ist ein gutes Teamklima in vielerlei Hinsichten das A und O. Das beste Fachwissen, die modernste Technologie, die perfekteste Planung und das realistischste Ziele nutzen nur wenig, wenn das Team nicht funktioniert. Was aber macht ein gutes Team aus und wie baut man es von Beginn an optimal auf?

Damit kommt das Stichwort Teamkultur auf. Eine Teamkultur muss gelebt werden. Sie entsteht aus dem gemeinsamen Handeln von Individuen, welches wiederum von ihren jeweiligen Wissens- und Erfahrungsbeständen, ihren Gewohnheiten und Traditionen geprägt ist. Ein spezifischer Mix aus all diesen individuellen Charakteristika macht somit eine jeweilige Teamkultur aus. Dies bedeutet zugleich: Teamkultur ist formbar.

Teamkultur gestern und heute

Dem Kommunikationswissenschaftler und Psychotherapeuten Paul Watzlawick folgend, kann die Ausprägung bzw. der Charakter einer jeweiligen Teamkultur anhand des Zusammenspiels zweier wesentlicher Parameter bestimmt werden: der Sach- und der Beziehungsorientierung. Die Sachorientierung umfasst dabei Dinge wie Ziele, Rollendefinitionen oder die Verteilung von Aufgaben. Dagegen gibt die Beziehungsorientierung so etwas wie die Konfliktlösungskompetenz eines Teams an. Am erfolgreichsten ist ein Team demnach genau dann, wenn beide Parameter hoch ausgeprägt sind. Allerdings wurde ihr Zusammenspiel im Laufe der Geschichte unterschiedlich betont.

So konzentrierten sich beispielsweise traditionelle, stark hierarchische Unternehmen eher auf die Sachebene. Gepflegt wurde ein autoritärer Führungsstil. Mitsprache war ein Fremdwort. Stattdessen betonen junge, moderne Startups mehr die Beziehungsebene: Flachere Hierarchien, Teamorientierung und Fehlerkultur sind hier die Stichworte. Der Führungsstil ist demokratisch. Das Team arbeitet kreativ und partizipiert an Entscheidungen. Die Teammitglieder fühlen sich gebraucht und anerkannt, haben keine Angst Fehler zu machen oder ungewöhnliche Vorschläge zu unterbreiten. Sie versuchen, aus Fehlern zu lernen. Sie gehen nach dem Prinzip Trial and Error vor. Die Teamkultur wird folglich vor allem im Hinblick auf eine gute Balance zwischen der Sach- und Beziehungsebene hin gestrickt. Mit anderen Worten: Man soll nicht nur Kuscheln und einander mit Samthandschuhen anfassen, sondern auch liefern – das fördert die Motivation des Teams ungemein.

Wie kann man die Teamkultur verbessern?

Eine Teamkultur, die verbesserungswürdig scheint, lässt im Wesentlichen durch einen Dreischritt transformieren: verändern, verstetigen, gewöhnen. Zuerst formuliert man neue Teamziele und gemeinsame Visionen; man bricht mit alten Gewohnheiten. Dann übt man neues Verhalten ein. Nachdem es internalisiert worden ist, gewöhnt man sich dran. Die dazu notwendigen Prozesse lassen sich nicht nur durch erfolgreiche Kundenkommunikation, sondern vor allem durch eine gute interne Kommunikationsstruktur, angemessenes Führungsverhalten, solides Konfliktmanagement und regelmäßige Thematisierung der Teamkultur positiv fördern. Des Weiteren sollten neue Mitglieder in einem sogenannten Onboarding-Prozess behutsam integriert werden. Schließlich ist es vor allem für die Führungskraft wichtig, als Vorbild voranzugehen und Veränderungen in einer Langzeitperspektive zu betrachten.

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