You won´t believe your eyes- Ausgediente Brillen für Entwicklung

Schon mal darüber nachgedacht, was mit eurer ausgedienten Brille passiert? Statt sie im Sondermüll zu entsorgen oder in der hintersten Schublade zu vergessen, kann sie anderen Menschen neue Perspektiven eröffnen. Die Initiative Rote Brille zeigt euch wie.

Brillen bestehen aus Kunststoff, Metall und Glas, neuerdings vielleicht auch aus alternativen Materialen wie Bambus, Holz oder Pappe. Sie sind Mode-Accessoire und medizinisches Hilfsmittel zugleich. Sie helfen uns, den Durchblick zu behalten.

Die mittlere Nutzungsdauer einer Brille wird mit 3-5 Jahren angesetzt. Fairerweise muss angemerkt werden, dass dies in unserer schnelllebigen Zeit ein realistischer Wert ist und das Nasenfahrrad entweder aus medizinischen oder modischen Gründen innerhalb dieser Zeit ersetzt wird.

Sehschwäche gefährdet Entwicklungschancen

Wusstet ihr, dass 90% aller Menschen mit Sehschwäche in Entwicklungs- und Schwellenländern leben? Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation bleibt 153 Millionen Menschen der Zugang zu augenmedizinischen Untersuchung und Brillen zur Korrektur ihrer Sehschwäche verwehrt. Das betrifft mindestens 13 Millionen Kinder und 45 Millionen Erwerbstätige. Die Auswirkungen sind signifikant. Besonders Kinder sind gefährdet ihre ohnehin schon begrenzten Bildungsmöglichkeiten zu verlieren und haben damit noch geringere Chancen der Armut zu entkommen. Zusätzlich erhöht sich die Gefahr aufgrund einer unbehandelten Sehschwäche keine Arbeit zu finden um das Dreifache.

200.000 Sehhilfen in vier Jahren

Der Leipziger Kontaktlinsenhändler Lensspirit  rief im Jahr 2009 das Projekt Die Rote Brille ins Leben. (Wir berichteten) Die Resonanz in der Öffentlichkeit war beeindruckend. In nur vier Jahren wurden 200.000 Brillen gesammelt und über Partnerorganisationen in Afrika und Südamerika verteilt. Per Schiff gelangten die Brillen in die Zielländer, wo ausgebildete Augenoptiker sie vermaßen und klassifizierten oder weiterverarbeiteten und anschließend an die Bevölkerung verteilten – auch in relativ unzugänglichen Gebieten.

Die Rote Brille 2.0

Seit Juli gibt es nun eine Neuauflage der Initiative. Sozusagen Die Rote Brille 2.0. Neben dem Einsammeln von gebrauchten Brillen gehen sie diesmal noch einen Schritt weiter. Für jeden gekauften Artikel im Onlineshop legt die Rote Brille einen Euro in einen Hilfetopf. Die Erlöse daraus kommen entweder Hilfsprojekten in Entwicklungsländern zugute oder dienen wohltätigen Zwecken auf lokaler und regionaler Ebene. Dabei spielen der Tier- und Umweltschutz ebenso eine wichtige Rolle wie das Engagement in sozialen Bereichen.

So, und jetzt bist du dran

Brillen sortieren, Kartons beschriften, an die Rote Brille versenden. Hier steht wie es geht!

(Autor: Patricia Lauko)

Kommentar hinterlassen zu "You won´t believe your eyes- Ausgediente Brillen für Entwicklung"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*