Ökologisches Bauprojekt als Lernraum für junge Menschen

Auf der neuen Crowdfunding-Plattform EcoCrowd, die sich auf den Bereich Nachhaltigkeit spezialisiert hat, tummeln sich einige interessante Ideen und tolle Projekte. In unserer neuen Reihe “Nachhaltigkeit jetzt!” stellen sich die Projektinhaber unseren Fragen. Heute ist ein nachhaltiges Bauprojekt als Lernraum für junge Menschen an der Reihe.
 

Könntet ihr euch und euer Projekt kurz vorstellen?

Wir, der OberlinImpuls e.V., sind ein junger gemeinnütziger Verein, der seit sechs Jahren Jugendtagungen zu ethischen, kulturellen, künstlerischen und aktuellen politischen Themen anbietet.
Unsere aktiven Mitglieder sind junge Menschen, die Arbeit mit jungen Menschen und die kreative Auseinandersetzung mit der Welt als wesentlich erachten. Wir sind Schüler*innen, Studierende pädagogischer Berufe und der Psychologie, sowie ausgebildete Handwerkende und Lebenskünstler*innen.
Das aktuelle Projekt bedeutet, das Oberlinhaus, welches wir als Tagungshaus nutzen, ökologisch zu sanieren und zwar als Bauprojekt, welches Jugendlichen einen Raum für Umwelt- und Gemeinschaftsbildung und Selbsterfahrung bietet.

Wann kam euch die Idee für das Projekt?

Die Idee, die Sanierung des Hauses im Rahmen eines sozialen Bauprojektes durchzuführen, ergibt sich logisch aus seiner Geschichte – es wurde vor 50 Jahren ebenfalls von Jugendlichen erbaut und zwar im Elsass, einem Gebiet in dem nicht lange vorher noch Stacheldraht und Krieg herrschten. So ist es eine Begegnungsstätte und soll dies auch während der Bauphase bleiben.

Worin genau besteht die soziale Komponente des Projekts?

Die soziale Komponente des Projekts ist unser Fokus auf Bildungsarbeit. Die Jugendlichen finden auf der Baustelle einen Raum ihre Fähigkeiten zu erproben, achtsame Gruppenarbeit zu üben und sich außerhalb der Schule mit Fragen des Zusammenlebens und Gemeinschaftsprozessen zu beschäftigen.

Wie sieht euer Geschäftsmodell aus?

Die Kooperationspartner des Projekts sind drei Vereine: der gemeinnützige deutsche Trägerverein des Hauses, der französisch-deutsche Verwaltungsrat des Hauses, über den es an Gruppen vermietet wird, und der gemeinnützige OberlinImpuls, der das Bauprojekt durchführen wird.

Was ist derzeit die größte Herausforderung für euch?

Unsere größten Herausforderungen sind die gemeinsame Entscheidungsfindung über Einzelheiten im Verwaltungsrat des Hauses, in  dem verschiedene Menschen unterschiedlicher Generationen und Nationalitäten zusammenfinden und natürlich die Finanzierung – wir haben noch nicht genügend Geld beisammen.

Was sind eure Ziele für die nächsten 12 Monate?

Unser Ziel für die nächsten 12 Monate ist die erfolgreiche Sanierung des Oberlinhauses. Möge dieses Haus – mit seiner Solaranlage, der Planzenkläranlage und der Holzheizung ein Beispiel für Nachhaltigkeit! – noch für viele Menschen ein Lernort sein!

Mit wem würdet ihr euch gerne einmal zum Mittagessen verabreden?

 
… mit einem zahlungskräftigen Millionär, der begeistert ist von der Idee, ein Tagungshaus als Bildungsprojekt ökologisch zu sanieren…

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