Neue Initiative „The Good Gap“ kämpft für Bildungsgerechtigkeit

© The Good Gap

Mit einem Instagram Live Event startete die neue Bildungsinitiative The Good Gap, die sich der sozialen Inklusion im Bildungsbereich verschrieben hat. Durch kostenlose Nachhilfe und Mentoring hilft die Initiative Kindern und Jugendlichen, unterschiedlichste Bildungshürden zu überwinden und ihre Potenziale auszuschöpfen.

Das Besondere an The Good Gap ist, dass bereits bei der Vernetzung auf Gemeinsamkeiten wie eine Migrationsgeschichte oder Behinderung geachtet wird. Die Initiative plant bereits viele weitere Veranstaltungen zum Thema Bildungsgerechtigkeit.  Am 3. Mai 2021 startete die Bildungsinitiative The Good Gap mit einem Instagram Live Event zum Thema Bildungsgerechtigkeit. Als Gast begrüßten die The Good Gap Gründerinnen, Isabella Efimov und Doygu Budancamanak, die Gründerin und Geschäftsführerin von ArbeiterKind.de, Katja Urbatsch. Mit der Pionierin im Kampf gegen Bindungsungerechtigkeit unterhielten sich Efimov und Budancamanak über ihre persönlichen Herausforderungen und Erfahrungen mit Bildungsungerechtigkeit. Ihr Ziel ist es, Bildung für alle Menschen so zugänglich und inklusiv wie möglich zu gestalten.

Von TUTnet zu The Good Gap

Im Gespräch mit Urbatsch beschrieben Efimov und Budancamanak die Hintergründe ihrer Entscheidung das soziale Start-up zu gründen. Demnach seien ihre persönlichen Bildungswege stark durch ihre individuellen Einwanderungsgeschichten und die wirtschaftliche Situation ihrer Familien geprägt. Efimov und Budancamanak spürten früh ihre Verbundenheit und geteilte Leidenschaft für den Kampf gegen Bildungsungerechtigkeit. Durch ihre Erfahrungen als Stipendiatinnen der Friedrich-Ebert Stiftung haben sie die Vorteile der Unterstützung durch ein Netzwerk von Gleichgesinnten und Mentor*innen, aber auch die große Bedeutung von sozialer Inklusion im Bildungsbereich erkannt. Um diese Erfahrungen und Unterstützung weiterzugeben, gründeten die beiden 2016 die Bildungsplattform TUTnet, die mit dem Engagement-Preis der Friedrich-Ebert-Stiftung ausgezeichnet wurde. Treibender Faktor war damals die Sorge, dass viele sozial und/oder finanziell benachteiligte Kinder und Jugendliche bei der Digitalisierung abgehängt werden könnten. Durch das Angebot kostenloser Online-Nachhilfe für Kinder und Jugendliche wollten sie diese Lücke schließen. Zudem spornte sie zu der Zeit das Schicksal der vielen geflüchteten Kinder und Jugendlichen an, die drohten den schulischen Anschluss zu verlieren. Seit die Digitalisierung durch die Corona-Pandemie Aufwind erfahren hat, hätten sich die The Good Gap-Gründerinnen für eine Neuorientierung ihres Engagements entschieden. The Good Gap konzentriert sich daher auf Fragen der sozialen Inklusion und möchte über wirtschaftliche Faktoren unter anderem auch Sexismus, Rassismus oder Behinderungen als Ursachen von Bildungsungerechtigkeit angehen. The Good Gap profitiere dabei stark von den Erfahrungen des Vorgänger-Projektes TUTnet, so Efimov.

Please Mind the Gap

Wenn benachteiligte Menschen auf Bildungshürden stoßen, fühle es sich an, als klaffe eine Lücke vor ihnen auf, sagt Efimov über ihre eigenen Erfahrungen. Ziel von The Good Gap ist es, jungen Menschen zu helfen diese Lücke zu überbrücken und ihre Potenziale zu erreichen. So wie auf Bahnhöfen mit der Warnung ‚Please Mind the Gap‘ vor der Bahnsteigkante gewarnt werde, wolle The Good Gap für die soziale Lücke durch Bildungshürden sensibilisieren. Dazu hat die Initiative nicht nur eine Tutoring- und Mentoringplattform geschaffen, sondern werde im Rahmen regelmäßiger digitaler Veranstaltungen in sozialen Medien für derartige Themen sensibilisieren. Die Lücke, die Betroffene von ihren Zielen zu trennen scheint, hat gleichzeitig das Potenzial zur persönlichen Stärke und Antriebskraft auf dem Lebensweg zu werden, so Efimov.

Mentoring- und Tutoringplattform für Registrierungen geöffnet

Efimov und Budancanamak haben aus ihren eigenen Erfahrungen früh die Bedeutung des Netzwerkens gelernt und davon auf ihrem eigenen Bildungsweg profitiert. Diese Erfahrung und Chance will The Good Gap durch die Tutoring- und Mentoringplattform an andere Benachteiligte weitergeben und Stütze auf deren Bildungsweg sein. Die Initiative bringe freiwillige Tutor*innen und Mentor*innen und die nach Unterstützung suchenden Mentees und Tutees zusammen. Die Frage der sozialen Inklusion ist auch hier der maßgebende Faktor und wird beim sogenannten Matching, der Vernetzung der Tutor*innen/Mentor*innen und ihren Tutees/Mentees ganz besonders berücksichtigt. Während Tutor*innen ihre Tutees mit Nachhilfeangebote in konkreten Fächern unterstützen, bietet der diverse Mentor*innen-Pool, der beispielsweise unterschiedlichste Einwanderungsgeschichten, Krankheiten oder Behinderungen berücksichtigt, den Schützlingen Beratung rund um Studium, Ausbildung und den persönlichen Berufsweg.

Über The Good Gap

The Good Gap ist eine gemeinnützige Initiative, die für Bildungsgerechtigkeit und soziale Inklusion kämpft. Auf der Internetseite können sich Kinder und Jugendliche für die kostenlose Online-Nachhilfe im Rahmen eines Tutorings registrieren. Das Mentoringprogramm bietet zudem die Vernetzung mit Mentor*innen an, die Mentees auf ihrem Bildungsweg und in ihrer beruflichen Entwicklung beraten. The Good Gap freut sich jederzeit über neue Unterstützer, die sich über die Webseite als Tutor*innen und Mentor*innen registrieren

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