Mit Werbung-nein-Danke-Kleber die Umwelt schonen

Rahel Loretan

07.04.2017 – Auf der Crowdfunding-Plattform EcoCrowd, die sich auf den Bereich Nachhaltigkeit spezialisiert hat, tummeln sich einige interessante Ideen und tolle Projekte. In unserer neuen Reihe “Nachhaltigkeit jetzt!” stellen sich die Projektinhaber unseren Fragen. Heute ist das Projekt Werbung-nein-Danke-Kleber an der Reihe.

Hallo Ecopaper, könntest du dich und dein Projekt kurz vorstellen?

Ecopaper ist ein gemeinnütziger Verein setzt sich für einen sparsamen Papierverbrauch sowie einen erhöhten Einsatz von Recyclingpaper ein. Mit dem Projekt «Werbung-nein-danke-Kleber» möchte Ecopaper Stopp-Werbung-Kleber mit neuem, ansprechendem Design auf umweltverträglichem Material produzieren und die Verteilung der Kleber neu anstoßen und bewerben.

Wann kam dir die Idee für das Projekt?

Beim Bündeln von Altpapier ist mir aufgefallen, wie viel davon noch immer unerwünschte Werbung ist. Das finde ich ärgerlich und verursacht viel unnötiges Papier. Ausserdem sind die in der Schweiz verfügbaren Stopp-Werbung Kleber alle ziemlich altmodisch. Da bin ich auf die Idee des Klebers gekommen, dass wir den in schönem neuem Design und umweltfreundlich produzieren wollen.

Worin genau besteht die soziale Komponente des Projekts?

Noch immer ist ein Großteil der Urwälder durch Abholzung bedroht – nicht zuletzt weil der Papierverbrauch weltweit steigt. Das betrifft natürlich hauptsächlich die ökologische Komponente. Das Projekt soll aber aufzeigen, dass mit einer kleinen Handlung hier vor Ort (Anbringen eines Klebers) Auswirkung auf andere Teile dieser Welt haben kann. Daher seht auf dem Kleber auch der Spruch ‚Wald und Klima schützen’.

Wie sieht euer Geschäftsmodell aus?

Da wir kein eigenes Budget für die Produktion der Kleber haben, haben wir das Projekt auf EcoCrowd gestellt. Zudem haben wir Unterstützungsbeiträge von Stiftungen und Behörden angefragt. Der Kleber soll später als Marketingprodukt für unseren Verein genutzt werden und Interessierte auf uns aufmerksam machen.

Was ist derzeit die größte Herausforderung für dich?

Unser Projekt ist halt schwer messbar. Wer einen Kleber an seinem Briefkasten anbringt, hilft Papier zu sparen, aber die Wirkungen lassen sich nicht direkt messen. Dennoch sind wir überzeugt, dass wir damit einen kleinen Beitrag leisten und die Menschen sensibilisieren können.

Was sind eure Ziele für die nächsten 12 Monate?

Nach Produktion des Klebers möchten wir diese an alle unsere Mitglieder und Interessierte verteilen. Auch auf Veranstaltungen soll der Kleber ausgelegt werden, er soll auf unserer Website (gegen Porti) bestellt werden können.

Mit wem würdest du dich gerne einmal zum Mittagessen verabreden?

Bruno Manser. Er war ein bekannter Regenwaldschützer und Menschenrechtsaktivist aus der Schweiz, leider ist er verschollen, sein Spirit lebt aber weiter. Er hat sich jahrelang für den Schutz des Urwaldes und die dort lebenden Völker eingesetzt. Es wird übrigens ein Film über ihn gedreht. Weitere Infos unter: www.bmf.ch

Christian Deiters

Über den Autor

Christian Deiters
Christian ist schon während des Studiums aktiv in die Start-up-Szene eingestiegen. So begleitete er zum Beispiel die CoBox AG, die 2011 Finalist des Deutschen Innovationspreises im Bereich Startup war. Die Insolvenz der Unternehmung war eine wichtige Lektion und Antrieb zugleich – so geht er seitdem nebenberuflich der Frage nach, wie gerade nachhaltige, innovative Geschäftsideen langfristig und erfolgreich auf dem Markt bestehen können. Bevor er zu milch & zucker wechselte, baute er zwei Jahre eine Abteilung bei dem internationalen Startup Shopgate auf und half so mit, eines der am schnellst wachsenden Tech-Startups in Europa zu formen. Seit 2013 ist Christian CEO der Social Startups Media UG.

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