Liquidität sicherstellen mit einem guten Liquiditätsplan

Liquidität© Reimund Bertrams auf Pixabay
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Unternehmer und Gründer müssen die Finanzen anders im Blick behalten als Angestellte. Umsatz und Gewinn bestimmen das Einkommen. Von den Einkünften müssen Gründer die laufenden Kosten decken sowie Steuern, Versicherungen und Altersvorsorge selbst bezahlen. Außerdem soll genug Geld für den eigenen Lebensunterhalt übrig bleiben und das Unternehmen soll durch Investitionen wachsen.

Diese verschiedenen Anforderungen setzen eine gute Liquiditätsplanung voraus. Ohne eine vorausschauende Planung kann es schnell zu einem Liquiditätsengpass kommen. Im schlimmsten Fall führt die mangelnde Liquidität zur Insolvenz des Unternehmens. Daher müssen Unternehmensgründer für die Liquiditätsplanung genug Zeit aufbringen und sich mit den verschiedenen Arten der Finanzplanung vertraut machen.

Der Finanzplan

Mit der Gründung eines Unternehmens muss in der Regel ein Businessplan erstellt werden. Der Plan stellt die Ziele, Strategien und Maßnahmen des Geschäfts dar. Ein wichtiger Teil des Businessplans ist der Finanzplan, der sich mit der Liquidität des Unternehmens beschäftigt. Mithilfe des Plans sehen Investoren und Banken, ob das Geschäftsmodell einen Erfolg verspricht. Gleichzeitig erkennt der Unternehmer Finanzlücken und kann Maßnahmen dagegen einleiten. Um ein Geschäft erfolgreich aufzubauen und dauerhaft am Markt zu halten, muss der Finanzbedarf für verschiedene Zeiträume ermittelt werden.

Kurzfristige, mittelfristige und langfristige Finanzplanung

Die Finanzen eines Unternehmens unterliegen Schwankungen und sollten genau kontrolliert und gesteuert werden. Dazu muss ein Unternehmer die zukünftigen Einnahmen und Ausgaben abschätzen können. Dabei ist ihm die kurzfristige, mittelfristige und langfristige Finanzplanung behilflich:

  • Langfristige Finanzplanung: Viele Gründer stellen mit der Geschäftsgründung einen langfristigen Finanzplan auf. In diesem Plan wird der Kapitalbedarf für einen längeren Zeitraum ermittelt und eine Strategie entwickelt, um die Ziele zu erreichen. Alle drei, fünf oder zehn Jahre erfolgt eine Anpassung des langfristigen Finanzplans. Dabei legt das Controlling die Zahlen aus der mittelfristigen und kurzfristigen Finanzplanung zugrunde.
  • Mittelfristige Finanzplanung: Bei dieser Planung berechnet der Unternehmer die Zahlen der nächsten ein bis zwei Geschäftsjahre. Dabei berücksichtigt er auch geplante Investitionen und wie er den Kauf neuer Maschinen oder die Erweiterung der Verkaufsfläche finanzieren kann.
  • Kurzfristige Finanzplanung: Der Zeitraum der kurzfristigen Finanzplanung beträgt einen Tag, eine Woche oder einen Monat. Bei dieser Planung steht die Liquidität des Unternehmens im Mittelpunkt. Dabei werden alle Einzahlungen, Auszahlungen, Kassenbestände und Bankguthaben aufgelistet und analysiert. Bei regelmäßiger Ausführung weist die kurzfristige Finanzplanung direkt auf einen Liquiditätsengpass hin.

Liquiditätsengpass rechtzeitig erkennen

Was ist ein Liquiditätsengpass? Laut Definition bedeutet ein Liquiditätsengpass, dass ein Unternehmen seine laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht pünktlich bezahlen kann. Zu den regelmäßigen Zahlungen einer Firma gehören:

  • Miete für Büro, Geschäftsräume oder Fabrikationshallen,
  • Nebenkosten für Strom, Gas, Wasser,
  • Kosten für Telefon und Internet,
  • Löhne und Gehälter einschließlich Sozialversicherungsabgaben und weitere Lohnnebenkosten,
  • Versicherungsbeiträge,
  • Steuern,
  • Aufwendungen für Einkauf von Material und Waren und
  • Zinsen für Kontoüberziehung, Ratenkredite und andere Finanzierungen.

Die Fälligkeit der einzelnen Zahlungen werden in der Buchhaltung der Firma erfasst. Zu den verschiedenen Zahlungsterminen muss genügend Geld zur Verfügung stehen, um alle Rechnungen fristgemäß zu bezahlen. Kommt es häufiger zu einem Liquiditätsengpass, häufen sich die Mahnungen. Es wird immer schwieriger, die benötigten Mittel aufzubringen, um den Geschäftsbetrieb aufrecht zu halten. Daher sollten Unternehmer mithilfe der Finanzplanung die Liquiditätslücken rechtzeitig entdecken und Maßnahmen dagegen ergreifen.

Mangelnde Liquidität – was tun?

Wenn sich ein Liquiditätsengpass abzeichnet, kann ein Unternehmer verschiedene Maßnahmen einleiten. Die liquiden Mittel müssen schnell erhöht werden, um eine Insolvenz zu vermeiden. Zu den wichtigsten Maßnahmen zur Erhöhung der Liquidität gehören:

  • Kredite,
  • effektives Debitorenmanagement und
  • alternative Finanzierungsformen.

Liquidität erhöhen durch Kredite

Die laufenden geschäftlichen Einnahmen und Ausgaben lassen sich in einem Liquiditätsplan festhalten. Sobald die Ausgaben höher ausfallen als die Einnahmen, muss der Unternehmer Maßnahmen ergreifen. Häufig ist die erste Wahl der Kontokorrentkredit auf dem Geschäftskonto. Bis zu einem festgelegten Betrag erlaubt die Bank eine Überziehung des Kontos. Dafür werden monatlich oder vierteljährlich Zinsen fällig, die hoch ausfallen können. Daher eignet sich der Kontokorrentkredit vor allem für einen kurzfristigen Finanzbedarf.

Die Banken verlangen für einen Ratenkredit in der Regel niedrigere Zinsen als für die Kontoüberziehung. Der Kreditnehmer erhält einen bestimmten Betrag, den er zusammen mit den Zinsen in festen monatlichen Raten zurückzahlt. Falls es doch zu einer Kreditvergabe kommt, müssen Sicherheiten gestellt oder ein höherer Zinssatz als andere Kreditnehmer gezahlt werden.

Warum effektives Debitorenmanagement so wichtig ist

Wenn Kunden Waren oder Dienstleistungen auf Rechnung kaufen und ein Zahlungsziel verlangen, muss der Geldeingang genau überwacht werden. Diese Aufgabe übernimmt das Debitorenmanagement des Unternehmens. In dieser Abteilung müssen die verschiedenen Zahlungstermine aufgelistet und beobachtet werden. Wenn ein Kunde nicht pünktlich bezahlt, muss er telefonisch oder schriftlich angemahnt werden. Wenn die Mahnungen erfolglos bleiben, müssen Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid und Inkassomaßnahmen durch einen Gerichtsvollzieher folgen. Diese Aufgaben müssen regelmäßig ausgeführt werden und kosten viel Zeit. Der Unternehmer muss die Arbeiten entweder neben seiner sonstigen Tätigkeit erledigen oder einen Mitarbeiter dafür einstellen. Um sich den Zeitaufwand und die Personalkosten zu sparen, können Unternehmen das Debitorenmanagement auslagern. Im Rahmen von Factoring stellt die Übernahme der Debitorenbuchhaltung eine zusätzliche Dienstleistung dar, die der Factor zuverlässig übernimmt.

Factoring als alternative Finanzierungsform mit weiteren Vorteilen

Zu den bekanntesten Alternativen zu einem Bankkredit gehört Factoring. Der Verkauf offener Rechnungen mit Zahlungsziel an einen Factor steigert umgehend die Liquidität. Außerdem bietet der Forderungsverkauf weitere Vorteile. Beim Full Service Factoring übernimmt die Factoringgesellschaft das komplette Debitorenmanagement und das Ausfallrisiko. Das entlastet die Buchhaltung des Kreditors und sorgt gleichzeitig für einen zuverlässigen Zahlungsfluss. Außerdem überprüft der Factor regelmäßig die Bonität der Kunden. Diese Maßnahmen tragen zu einer gesunden Liquidität bei und sichern den Fortbestand des Unternehmens!

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