IZUBA clothing – die Lebensfreude Afrikas in Mode

© IZUBA clothing

07.05.2018 – IZUBA clothing ist ein Modelabel mit eigener Produktion in Kigali, der Hauptstadt Ruandas. In den modernen Kleidungsstücken aus traditionellen afrikanischen Stoffen werden die afrikanische und die westliche Kultur vereint.

Auf die Idee urbane afro-europäische Mode in Ruanda zu produzieren kam Paul Bögner im Jahr 2015 während seines weltwärts-Freiwilligendienstes in Kigali, Ruandas Hauptstadt. Mit dem Ziel die afrikanische Kultur mit der westlichen zu verbinden, designte Bögner moderne Kleidung aus traditionellen, landesüblichen Stoffen. Die Stoffe kauft Bögner dazu auf Stoffmärkten in Kigali. Nach seinen Vorlagen fertigen dann ausgewählte, lokale Schneider die Kleidungsstücke an. Der Kurier ist Bögner selbst, denn der einzelne Versand ist bisher noch zu teuer. Im Flugzeug brachte der Student aus Darmstadt die Kleidungsstücke nach Deutschland – und stieß auf viele positive Reaktionen. Und so wagte sich Bögner im Dezember 2016 mit etwa 15.000 Euro Eigenkapital auf den Weg zum Start-up. Seitdem verkauft IZUBA clothing Hemden, Sweatshirts, T-Shirts, Blazer, Beutel und Schmuck made in Ruanda.

Kooperationen mit Mehrwert

Durch die Kooperation mit PANAFRICA wurde die Kollektion außerdem um Schuhe mit Stoffen aus Ruanda erweitert. Für jedes verkaufte Paar Sneaker spendet PANAFRICA 10% ihres Profits an Organisationen, die sich für Bildung und Berufsausbilung in Afrika einsetzen. Außerdem arbeitet IZUBA clothing seit April 2017 mit der ruandischen Kinderhilfsorganisation Nufashwa Yafasha Foundation zusammen. Seitdem spendet das Darmstädter Startup für jede Bestellung einen Euro für die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in ländlichen Gebieten Ruandas.

Bunte Motive, ausgefallene Muster – die Lebensfreude Afrikas in Stoffen

Bei dem Projekt geht es jedoch nicht nur um den Verkauf von Mode und die Unterstützung der lokalen Wirtschaft. Bögner möchte vielmehr „ein realitätsnahes und informiertes Bild von Afrika, genauer Ruanda, verbreiten und der Gesellschaft bewusst machen, dass die gängigen Afrika-Klischees nicht der Realität entsprechen.“ Der afrikanische Kontinent soll nicht mehr nur mit zahlreichen Vorurteilen, welche Bögner während seines Aufenthaltes vor Ort selbst entkräften konnte, und Krisen in Verbindung gebracht werden. Sondern vielmehr mit Wachstum, Innovation und Fortschritt.

Wo kommt meine Kleidung eigentlich her?

Mit seinem Modelabel möchte Bögner außerdem die Kleiderherkunft und Nachhaltigkeit in den Vordergrund rücken. „Ich möchte meine Mitmenschen dazu anregen, sich mehr Gedanken über die Herkunft unserer Kleidung zu machen. Die gängigen Styles ändern sich von Tag zu Tag und häufig wird sich mehrmals im Jahr komplett neu eingekleidet. Durch die Produktion in Ruandas Hauptstadt Kigali und den Slogan „Unique Fashion Made in Rwanda“ will ich meine Mitmenschen dazu anregen das gängige System von „Fast-Fashion“ zu hinterfragen.“, so Bögner. Dabei sind ihm faire Arbeitsbedingungen und Bezahlung genauso wichtig wie Qualität und einzigartige Mode.

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