ideenkanal 2018 sucht Ideengeber*innen

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Aktuell läuft die Bewerbungsphase des ideenkanals: Bis zum 18. November können Ideen beim Ideenförderwettbewerb eingereicht werden. Gesucht sind Menschen, die mit ihrem Projekt einen positiven Beitrag zum Gemeinwohl leisten wollen und auf der Suche nach Know-How, Kontakten und finanziellen Mitteln sind. Bereits hier haben wir über den ideenkanal berichtet. Unsere Redakteurin Tamara sprach dieses mal mit ideenkanal, ehemalige Ideengeber*innen und den Mentor*innen

Der ideenkanal unterstützt Menschen, die sinnstiftende Projektideen entwickeln, erproben und skalieren möchten. Der Fokus liegt dabei auf Projektideen, die sich im frühen Entwicklungsstadium befinden und nach Impulsen, Fachwissen, finanziellen Mitteln, Kontakten und einer kleinen Prise Mut suchen, um ihre Ideen in Angriff zu nehmen. Und das Beste: für die Bewerbung wird kein fertiger Businessplan benötigt. Stattdessen erstellt sich jede*r Ideengeber*in hier ein Profil – und schon kann es losgehen. Bis zum 18. November können Ideen eingereicht werden. Danach wird über ein öffentliches Online-Voting über die besten Ideen abgestimmt.

Insgesamt werden 20 Ideengeber*innen zum Ideencamp im Januar 2019 in Liechtenstein eingeladen: die zehn Ideen, die die meisten Stimmen beim Online-Voting erhalten; und die zehn Ideen, die von der ideenkanal-Stiftung ausgewählt werden. Während des viertägigen Ideencamps werden die ausgewählten Ideengeber*innen von Mentoren dabei unterstützt, ihre Ideen zu tragfähiger Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln und für diese eine professionelle Crowdfunding-Kampagne auf die Beine zu stellen.

Wir fragten …

… den ideenkanal

Was sind die Vorteile des ideenkanals?

Mitgründer Christof Brockhoff:
Argument Nr. 1: Anstelle von mehrseitigen, statischen Formularen sind unsere Ideengeber*innen dazu eingeladen, ein öffentliches, dynamisches Ideenprofil zu erstellen. Hierbei beantworten sie in aller Kürze fünf Fragen – die Antworten können sie im Laufe der Einreichphase fortlaufend umschreiben. So haben die Ideengeber*innen die Möglichkeit, ihre Ideen stetig weiterzuentwickeln und erhalten zudem wertvolles Feedback von der Öffentlichkeit.

Argument Nr. 2: Berufung statt Beruf! Geld zu verdienen, ist eine Sache. Einer erfüllenden Tätigkeit nachzugehen, meist eine Andere. Zumindest war dem bisher oft so. Die geförderten Ideengeber*innen beweisen aber eindrücklich, dass dies alles andere als ein Widerspruch sein muss. Sie sind auf dem Weg dazu, ihren Lebensunterhalt mit dem zu verdienen, was sie am liebsten tun.

Argument Nr. 3: Community statt Jury! Beim ideenkanal hast du dein Glück selbst in der Hand. Indem du online Stimmen für deine Idee sammelst, steigen nicht nur deine Chancen ins Ideencamp eingeladen zu werden, sondern ermöglicht auch, deine Idee möglichst früh zu testen, wertvolles Feedback zu erhalten, motivierenden Zuspruch zu bekommen, und dir erste Unterstützer für das darauf folgende Crowdfunding aufzubauen.

Argument Nr. 4: : Mentor*innen statt Theorie! Das Herzstück des ideenkanals sind die Mentor*innen, ein 40-köpfiges, diverses Experten-Team. Die Mentor*innen legen während dem Ideencamp selbst konkret Hand an: bei der Entwicklung von Businessplänen, Geschäftsmodellen, Prototypen und Crowdfunding-Kampagnen. Das Ideencamp ist eine Art Macher-Konferenz, bei der deine Idee im Mittelpunkt steht. Durch diese Art der Zusammenarbeit entstehen zwischen den Ideengeber*innen und Mentor*innen oft langjährige Beziehungen, die weit über das Ideencamp hinaus Bestand haben – sei als Türöffner*in, Geschäftspartner*in oder sogar als Business Angel. Du erhältst also keinen theoretischen Input, sondern bekommst zur Realisierung deiner Idee eine Vielzahl an tatkräftigen Experten*innen zur Seite gestellt.

Wie vielen Menschen konntet ihr bisher dabei helfen ihre Ideen in die Tat umzusetzen?

Mitgründer Stephan Schweiger: Der Ideenkanal wurde seit der Gründung zehn Mal ausgeführt. Von den über 555 eingereichten Ideen wurden 59 langfristig gefördert, wobei 45 bereits umgesetzt und 12 ausgezeichnet wurden. Insgesamt sind 37 Arbeitsplätze entstanden, haben sich 257 Mentor*innen ehrenamtlich engagiert, wurden CHF 2.500.000 an Fördergelder ausbezahlt und 1.040 Menschen mobilisiert, um die Ideen per Crowdfunding zu finanzieren.

… ehemaligen Ideengeber*innen

Was hast du aus dem ideenkanal mitgenommen?

Simon Egger (Mitinitiator von FreeVeloPoint): Wir haben zwei Tage lang mit den Mentoren in unserem Team an unserem Projekt gearbeitet. Vor allem von der Öffentlichkeitsarbeit haben wir profitiert, und danach schnell Investoren gefunden, die auf uns zugekommen sind. Das erste Jahr konnten wir so gut umsetzen.

Würdest du auch anderen raten, zum ideenkanal zu gehen?

Gerhard Eller (Gründer von Direkt-Regional): Das Ideencamp war eine der besten Erfahrungen, die ich gemacht habe. Ich erzähle das jedem gerne: Das muss man mal erlebt haben.

… ehrenamtlich engagierten Mentoren*innen

Wie kann der ideenkanal bei den Problemen der Ideengeber*innen helfen?

Philippe (Mentor und Mitgründer von froogies): Für die Ideengeber*innen ist es super, dass sie die Sicht von Externen einholen und diese in ihre Ideen einfließen lassen können. Auch die durch den ideenkanal erhaltene mediale Präsenz ist genial. Schön finde ich auch, dass nach dem Ideencamp der Kontakt zwischen Mentoren und Ideengebern meist bestehen bleibt und man sich weiterhin austauscht und unterstützt.

Wie sollten sich, deiner Meinung nach, zukünftige Ideengeber*innen auf das Ideencamp vorbereiten?

Gerhard Eller (Mentor und Gründer von Direkt-Regional): Der erste Tag des Ideencamps verlief zügig: am Abend mussten wir unsere Ideen schon präsentieren. Ich bin relativ unvorbereitet hingegangen, ich hatte einfach meine Idee im Kopf. Am Nachmittag haben wir zusammen trainiert. Es geht darum, wie schnell man seine Idee präsentieren und das Wichtigste auf den Punkt bringen kann. Als Vorbereitung habe ich die Key-Messages herausgearbeitet. Wenn du oben auf der Bühne stehst, musst du deine Kernpunkte so intus haben und so überzeugt sein, dass du die Message rüberbringen kannst.

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