Herbert – Der vertikale Garten ohne Erde

Herbert© Ponix Systems

Kräuter, Obst und Gemüse sollen mit „Herbert“, einem vertikalen Garten, schnell, einfach und sauber in jeder Wohnung angebaut werden können. An der Wand und ohne Erde.

Kleine Wohnung, kein Garten und nur ein kleiner oder gar kein Balkon – wo soll denn da ein Garten hin? Auch nur ein kleiner Kräutergarten? Auf dem Fensterbrett ist nur begrenzt Platz. Auf dem Balkon herrschen nicht immer die perfekten Bedingungen. Wie wäre es denn stattdessen mit einem vertikalen Garten, der einfach wie ein Bild an die Wand gehängt werden kann? Das bietet nun Herbert , ein Garten der das Züchten in den eigenen vier Wänden vereinfachen soll.

Frische Kräuter, Gemüse und Salat direkt von der eignen Wand

Das Österreichische Startups Ponix Systems entwickelte Herbert für all diejenige, die zwar wenig Platz haben aber trotzdem gerne ihr eigenes Gemüse, Kräutergärtchen oder Erdbeeren gedeihen lassen wollen. In den bis zu 15 einzelnen Töpfen können die unterschiedlichsten Pflanzen gleichzeitig wachsen. Dazu werden Samen in biologisch abbaubare Schwämme platziert und in die Töpfe gelegt. Danach muss nur noch der 6 Liter Wassertank und der Dünger aufgefüllt werden, den Rest übernimmt der vertikale Garten selbst. Die integrierte LED-Leuchte über der Konstruktion bietet ausreichend Licht für ein schnelles Wachstum. So ist Herbert nicht nur in weniger hellen Wohnungen einsetzbar, sondern kann auch das gesamte Jahr über bepflanzt werden. Und das Beste: es wird keine Erde benötigt. Heißt also weniger Dreck beim Ein- und Umtopfen. Wie das geht? Mit Wasser. Die Pflanzen wachsen tatsächlich ausschließlich in Wasser. Diese Technik wird „hydroponische“ Pflanzenzucht genannt, also „wasserkultiviert“.

Ein weiteres Feature von Herbert ist, dass sich der Garten via Bluetooth mit dem Smartphone verbinden kann. Über die App können verschiedene Einstellungen vorgenommen und das Wachstum kontrolliert werden. Ponix Systems berichtet, dass Herbert durch die LED-Leuchte und das hydroponisch System um bis zu 40% effizienter ist im Vergleich zum traditionellen Anbau. Bei Betrieb benötigt der Garten 65 Watt und bis zu 90% weniger Wasser als bei der Anzucht in Erde. So kann laut dem Startup alle 4 bis 5 Tage ein Salatkopf geerntet werden. Auch der Anbau von saisonalen Früchten funktioniert – selbst in den kalten Monaten.

Gärten statt Bilder aufhängen

Mit Herbert verfolgt das Startup das Ziel, nachhaltigen Konsum von eigens angebauten Lebensmitteln zu fördern. Jeder soll so viel Salat anbauen, wie er in den nächsten Tagen essen wird – ohne Plastikverpackung und Pestizide.

Finanziert wurde die Entwicklung und Produktion des vertikalen Gartens durch zwei Crowdfunding-Kampagnen. Zwar waren beide Kampagnen sehr erfolgreich, bei der zweiten wurden insgesamt 258.089€ eingenommen statt der geplanten 50.000€, doch sind bisher nur Vorbestellungen möglich. Der Preis soll bei 499€, Vorbesteller bezahlen jetzt nur 399€.

1 Kommentar zu "Herbert – Der vertikale Garten ohne Erde"

  1. Nette, besonders diejenigen, die in einer Wohnung wohnen und einen Garten haben wollen.

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