Foodfighter-School: Das ABC der Lebensmittelwertschätzung

Auf der neuen Crowdfunding-Plattform EcoCrowd, die sich auf den Bereich Nachhaltigkeit spezialisiert hat, tummeln sich einige interessante Ideen und tolle Projekte. In unserer neuen Reihe “Nachhaltigkeit jetzt!” stellen sich die Projektinhaber unseren Fragen. Heute ist das Projekt Foodfighter-School an der Reihe.

Hallo, könntet Ihr Euch und euer Projekt kurz vorstellen?

Die Foodfighter-School-DVD ist ein Kochkurs von Koch Michael Schieferstein für Kinder und Jugendliche mit dem Schwerpunkt nachhaltiges, gesundes Kochen, basierend auf regionalen und saisonalen Lebensmitteln. Michael Schieferstein ist Profi-Koch und als Foodfighter engagiert. D.h. er engagiert sich besonders im Kampf gegen die gigantische Lebensmittelvernichtung in Deutschland. Sein Schulprojekt „Das ABC der Lebensmittelwertschätzung“ – ein wöchentlicher Kochunterricht an einer Mainzer Schule, den er ehrenamtlich durchführt – soll mit Hilfe dieser 4-tlg.-DVD-Reihe allen zur Verfügung stehen, die mit Kindern kochen wollen. Der Inhalt ist so aufbereitet, dass andere Schulen damit auch einen Kochunterricht durchführen können, der sich in den Lehrplan integrieren lässt.

Wann kam Euch die Idee für das Projekt?

Aufgrund des Erfolges des Mainzer Schulprojekts „ABC der Lebensmittelwertschätzung“ bekam Michael Schieferstein viele Anfragen von anderen Schulen. Da er diesen Anfragen unmöglich nachkommen kann und viele Schulen letztlich auch kein Geld für ein Honorar haben, hatten wir die Idee, den hochwertigen Inhalt per DVD und Begleitmaterialien zur Verfügung zu stellen. So können Lehrer auch ohne große Vorkenntnisse diesen wertvollen Unterricht selbst durchführen. Außerdem ist dieser ungewöhnliche Ansatz auch eine Bereicherung für Familien und Jugendgruppen.

Worin genau besteht die soziale Komponente des Projekts?

Die Kinder lernen nachhaltiges und gesundes Kochen. Wertschätzend mit Lebensmitteln umzugehen, bedeutet ganz praktisch beim Kochen so viel wie möglich zu verwerten und damit so wenig wie möglich Abfälle entstehen. Hier besteht ein enormes- Potential, bei Jugendlichen ein Umdenken und eine Sensibilisierung in ihrem Umgang mit Essen zu erreichen. Vor allem auch weil sie feststellen, dass es sehr viel besser schmeckt, als die Fertigpackung aus dem Supermarkt. Außerdem hilft es ihnen, selbst bei knapper Kasse, sich gesund und hochwertig zu ernähren.

Was ist die derzeit größte Herausforderung für Euch?

Das Schulprojekt „Das ABC der Lebensmittelwertschätzung“ bekommt immer viel Anerkennung von der Politik bis hin zum Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Aber leider bleibt es bis jetzt immer bei Lippenbekenntnissen, aber jegliche finanzielle Unterstützung bleibt aus. Im Gegenteil, die Ideen werden z.T. sogar von Landesministerien geklaut und in pressewirksamen Einzel-Veranstaltungen mit Starköchen präsentiert. Das sieht zumindest in der Presse sehr gut aus, hat aber nichts mit Nachhaltigkeit zu tun. Wichtig ist, diesen Stoff als regelmäßigen Unterricht durchzuführen. Jetzt hoffen wir eben, diese DVD-Produktion mit Unterstützern aus der Crowd finanzieren zu können.

Warum habt Ihr Euch für Crowdfunding auf EcoCrowd entschieden und was erwartet Ihr Euch davon?

Wir hoffen, durch das Crowdfunding, die DVD-Produktion wenigstens anschieben zu können. Evtl. finden wir dann weitere Partner und Sponsoren. Die neue EcoCrowd-Plattform schien uns sehr geeignet, weil es dort explizit um Projekte mit Nachhaltigkeitsanspruch geht und das Zielpublikum der Deutschen Umweltstiftung sich hoffentlich mit unserem Anliegen identifizieren kann.

Wofür soll die Funding-Summe verwendet werden?

Die Foodfighter-School ist in vier Einheiten, vier Jahreszeiten, eingeteilt. Mit der ersten Funding-Summe können wir die Lektionen für die erste Jahreszeit für die DVD produzieren, sowie das entsprechende Begleitmaterial für Schüler und Lehrer. Das Budget ist sehr knapp bemessen, aber wir würden es schaffen.

Mit wem würdest Du gerne mal mittagessen gehen?

Am besten mit dem Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt, und der Bundesministerin für Bildung und Forschung. Da gäbe es jede Menge Gesprächsstoff. Und hoffentlich auch ein gutes Essen!

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