Fairtrade-Bio-Kaffee fully made in Ruanda

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Kaffee-Kooperative.de importiert fertig gerösteten Fairtrade-Bio-Kaffee aus Ruanda und lässt somit die komplette Wertschöpfungskette im Entwicklungsland selbst – im Gegensatz zu vielen anderen Fairtrade-Kaffee-Kooperativen.

Kaffee ist der zweitwichtigste Exportrohstoff weltweit. Für die Kaffeebauern ist der Anbau sehr arbeitsintensiv, bringt auf der anderen Seite aber nur sehr wenig Gewinne ein. Grund dafür ist, dass die Kaffeebohnen nach der aufwändigen Kultivierung und Ernte roh verkauft werden. Doch erst durch das Rösten gewinnt die Kaffeebohne wirklich an Wert – und das passiert entweder in den Betrieben der Kaffee-Unternehmen selbst oder in speziellen Röstereien. Folglich verbleibt bei den Bauern – und somit in den Entwicklungsländern – nur ein Bruchteil des gesamten Gewinnes.

Diese Praktik möchte das junge Startup Kaffee-Kooperative.de nun ändern: der von der Partner-Kooperative in Ruanda importierte Kaffee wird bei ihnen nicht nur in Ruanda angebaut, sondern dort auch geröstet und verpackt. So bleibt der komplette Produktionsprozess bei den ruandischen Kaffeebauern selbst und die Abhängigkeit von von Landbesitzern oder Kaffeemultis sinkt. Ziel des Startups ist es, die wirtschaftlichen Strukturen in Ruanda nachhaltig verbessern.

Faire, transparente Handelsbeziehungen als Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung

Kaffee-Kooperative.de, das sind Allan Mubiru in Kigali – das Bindeglied zwischen den Anbau-Kooperativen, der Rösterei und Verpackung in Ruanda und dem Vertrieb in Deutschland – und Xaver Kitzinger in Berlin, der sich durch die deutsche Bürokratie kämpft damit der ruandische Kaffee direkt zu den Kunden nach Hause geliefert wird. Unterstützt werden die beiden von der Social Media Agentur Marpha Consulting.

Die im Jahre 2000 gegründete ruandische Anbaukooperative Musasa Dukandee ist seit 2005 Fairtrade International zertifiziert. Im Jahr 2015 begann dann der nachhaltige Wandel hin zum Bio-Kaffee, bei dem Kaffee-Kooperative.de begleitet und unterstützt. Bisher wurden von der Kooperative Kühe gekauft, um den produzierten Kompost als Kunstdünger-Ersatz zu nutzen; Pestizide werden durch die in Ruanda hergestellte Alternative aus Pyrethre-Blumen ersetzt.

Tamara Schiek

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