Elektroroller-Sharing für Gastrobetriebe: emmy erfindet sich neu

© Emmy

Sozialunternehmen helfen Benachteiligten, schützen die Umwelt oder schaffen Bildungszugang – und betreiben damit gleichzeitig ein funktionierendes Geschäftsmodell. Die Krise ist für sie eine besondere Herausforderung: Sie müssen nicht nur Umsätze retten, sondern auch ihre gesellschaftliche Mission.

Bonventure hat sechs Gründer*innen gefragt, wie sie mit der Situation umgehen. Ihr Ideenreichtum beeindruckt. Und obwohl einige Unternehmen aktuell sogar gefragter sind als zuvor, ist die Krise für alle eine Herausforderung. Heute: Emmy.

Emmy für die urbane Mobilität

In Berlin, München, Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart und Wien gehören sie schon länger zum Stadtbild: die roten Elektro-Vespas der Berliner Electric Mobility Concepts GmbH – kurz: emmy. Für viele Städter ist Elektroroller-Sharing der Inbegriff urbaner Mobilität: handlich, schnell, allzeit bereit und CO2-neutral. „Normalerweise hätten viele Menschen sich bei dem Wetter der letzten Wochen einen emmy geschnappt, um mit Freunden zum Lieblingsitaliener zu fahren oder schneller durch den Berufsverkehr zu kommen. Der Frühling ist normalerweise eine super Zeit für uns“, so emmy-Gründer Valerian Seither.

Dieses Jahr ist alles anders

Aber normalerweise findet gerade nicht statt: Menschen müssen viel weniger oft von A nach B; sie machen den Ausflug zum Videocall und ihre Wohnungen werden zum Büro. Schlecht für das Geschäft von emmy, schlecht für den Lieblingsitaliener und anderen Gastronomen: Die Kund*innen sitzen vorm Heimcomputer und der Pizzabäcker auf seiner Pizza. Die meisten Restaurants haben keine oder nicht genügend Fahrzeuge für Auslieferung im größeren Maßstab.

Emmy wird zum Pizzalieferanten

Emmy hat eins und eins zusammengezählt und ein neues Modell gestrickt: Unter dem Motto „heiße Öfen für heiße Speisen“ können Gewerbetreibende die roten Roller monatsweise und preisgünstig anmieten und so ihr Essen ausliefern. Valerian Seither: „Wir hoffen, dass daraus ein Win-Win-Modell wird, mit dem sowohl wir als auch die Gastronomie einen Teil des Geschäfts retten können. Und dritter Gewinner sind natürlich die, die sich ihre Lieblingspizza nachhause liefern lassen – CO2-neutral.“

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