Die Goodbag – eine Tasche gegen Plastikmüll

Goodbag © Goodbag

Das Berliner Startup Bonsum hat eine Tasche entwickelt, die nicht nur Plastiktüten vollkommen ersetzen soll, sondern dem Träger auch einen Anreiz gibt, diese beim nächsten Einkauf wieder mit zu nehmen – die Goodbag.

Laut Umweltbundesamt verbraucht jeder Deutsche rund 70 Plastiktüten pro Jahr. Dabei beträgt die durchschnittliche Nutzungsdauer gerade einmal 25 Minuten, danach kommt die Tüte in den Müll. Biologisch abgebaut wird die Plastiktüte hingegen viel langsamer: je nach Größe benötigt es 10 bis 20 Jahre. Viele Supermärkte und Einkaufsläden haben bereits reagiert und die Tüten entweder ganz verbannt oder ihnen einen Preis auferlegt. Mit der Goodbag soll nun eine weitere Alternative zu Plastiktüten geboten werden, die sowohl für Unternehmen als auch Kunden Vorteile birgt.

Wie funktioniert die Goodbag?

Die Funktionsweise ist simpel: mit dem eingenähten NFC-Chip wird die Tasche an der Kasse kontaktlos gescannt. Pro Scan spendet das teilnehmende Unternehmen eine kleine Gebühr an Bonsum, das damit ein Stück Regenwald kauft. Mit jedem Goodbag-Einkauf wird so ein Quadratmeter Regenwald finanziert. „Die Regenwaldflächen werden jeweils von regionalen Gemeinden oder Organisationen vor Ort gekauft. Unterstützt und kontrolliert werden diese Projekte von unserem Partner, dem World Land Trust.“, so Frederik Betz, einer der Gründer von Bonsum.

Gutes tun und Kunden binden

Für die teilnehmenden Unternehmen ist die Goodbag eine CSR-Maßnahme, die die Kunden an sie binden soll – denn nur bei ihnen können sie mit jedem Einkauf ein Stück Regenwald retten. Außerdem ist geplant, die Tasche in Zukunft mit dem Bonussystem von Bonsum zu kombinieren.

Die Startphase

Zu kaufen gibt es die Goodbag bisher nur online. Die Verhandlungen mit größeren Supermarktketten seien zwar bereits im Gange, aber bisher kann die Goodbag noch nicht wie beworben genutzt werden. In Berlin sollen die ersten Einzelhändler in den kommenden Wochen startklar sein. Bekanntgegeben wird der Startschuss auf der Webseite.

Die Erfinder

Bonsum ist ein Berliner Startup, über welches wir bereits mehrfach berichteten. Eigentlich betreibt Bonsum ein online Bonussystem für nachhaltiges Einkaufen. Für jeden Einkauf bei einem grünen Shop erhalten die Kunden Bonuspunkte, die sie entweder für den nächsten Einkauf verwenden oder spenden können. Nun wollen die beiden Gründer, Frederik Betz und Michael Weber, auch das plastiktütenfreie Einkaufen in Supermärkten belohnen.

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