Eatapple – der essbare Strohhalm

Wisefood hat einen ökologischen Strohhalm aus Apfelresten entwickelt, den Eatapple. Das Crowdfunding für den Erdbeergeschmack läuft noch bis zum 13.12.

Plastikmüll ist eines der großen Probleme unserer derzeitigen Gesellschaft. Plastikmüll ist überall: auf Mülldeponien, in Städten, in Wäldern, im Meer. Es schadet nicht nur Natur und Umwelt, sondern auch Mensch und Tier. Und das schlimmste: Plastik verrottet nicht. Es zerfällt nur in immer kleinere Partikel. Eine Plastikflasche benötigt etwa 450 Jahre um komplett zu zerfallen. Laut Studien des Naturschutzbundes sterben jedes Jahr rund Hundertausend Meeressäuger und eine Millionen Meeresvögel an Plastikmüll. Fische, beispielsweise, verwechseln oftmals Mikroplastik mit ihrem natürlichen Futter: Plankton. Auf diese Weise gerät Plastik auch in unsere Nahrungskette. Doch wie kann Plastikmüll vermieden werden? Neben kleinen, aber wirksamen Aktionen wie dem Ersetzen von Einweg-Plastiktaschen im Supermarkt mit Jutebeuteln, oder Plastikflaschen mit wiederverwendbaren Glas- und Edelstahlflaschen, gibt es bereits einige Initiativen, die sich dem Kampf gegen Plastikmüll verschrieben haben. So auch das Start-up Wisefood.

Essbare Trinkhalme aus Fruchtresten

Zusammen mit seinem Team entwickelte Konstantin Neumann, Gründer von Wisefood, einen Strohhalm, der nicht nur komplett aus natürlichen Materialien hergestellt wird, sondern aus Resten. Genauer gesagt aus Apfelresten. Daher auch der Name des Strohhalms. Die verwendeten Apfelreste fallen bei der Saftherstellung an, die sogenannten Apfeltrester. Diese Reste sind sehr faserhaltig und bieten somit die benötigte Stabilität für ihre Produkte. Zugesetzt werden dann nur noch natürliche Aromen, Pektin und Glycerin, und schon ist der essbare Strohhalm fertig. Abgesehen von heißen Getränken, in denen sich der Trinkhalm etwas schneller auflöst, kann der Eatapple wie ein herkömmlicher Strohhalm verwendet werden.

Less Waste, More Taste

In Deutschland werden jährlich rund 40 Milliarden Plastik-Trinkhalme weggeworfen. Mit den gesamten Apfeltrestern Deutschlands können jedoch nur etwa die Hälfte der hier verbrauchten Trinkhalme ersetzt werden. Aus diesem Grund plant das Start-up die Herstellung auf Erdbeer- und Zitronenreste auszuweiten. Um diese Entwicklung zu finanzieren sammelt Wisefood derzeit Geld über eine Crowdfunding-Kampagne bei Startnext. Bis zum 13.12. könnt ihr diese nachhaltige und ökologische Plastikalternative noch unterstützen.

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