E-Buddy: Gas geben mit dem Rollator der Zukunft

e-buddyWas kommt dabei raus, wenn man die zwei Zukunftsthemen Elektromobilität und eine immer älter werdende Gesellschaft kombiniert? Die Antwort lautet: e-buddy. Ein smarter, elektrobetriebener Rollator. Klingt erstmal nicht so spannend? Im Gegenteil, mit dem e-buddy hat sich ein Start-Up aus Stuttgart eine echte Innovation einfallen lassen.

Rollator der neuen Generation: Elektroantrieb und Tablet

1978 von der Schwedin Aina Wifalk erfunden, gibt es Rollatoren heutzutage in unterschiedlichster Austattung. Ihnen allen ist gemein: sie erleichtern mobilitätseingeschränkten Menschen den Gehalltag und sorgen für Bewegung. Eine wichtige Unterstützung, um einen schönen Spaziergang zu machen oder einkaufen zu gehen. Doch bei Steigungen oder im unebenen Gelände ist es nicht so leicht, mit einem Rollator voranzukommen. Denn das kostet viel Kraft. Ein Rollator, der elektrisch angetrieben wird und somit das Schieben für den Nutzer erleichtert, gibt es unter der Vielzahl der angebotenen Rollatoren nicht auf dem Markt. Noch nicht. Genau das war die Motivation für die drei Gründer Daniel Reiser, Max Keßler und Karl Kübler, den e-buddy zu entwickeln und so gehbehinderten oder altersschwachen Menschen ein Stück mehr Selbstständigkeit zu geben. Mit ihrer Idee haben sie das Landesfinale des baden-württembergischen Gründerwettbewerbs Elevator Pitch gewonnen und wurden auch zum Publikumsliebling gekürt.

Smarte Mobilität macht vor Rollatoren nicht Halt

Damit sich mobilitätseingeschränkte Menschen auch in schwierigem und unebenem Gelände problemlos fortbewegen können, sind am Rollator Sensoren sowie eine intelligente Steuerung angebracht. Die zentrale Innovation ist der elektrische Antrieb. So sind auch schwere Einkaufstüten oder Steigungen keine Belastungen mehr für den Rollatornutzer. Denn der Rollator fährt praktisch wie von selbst. Mit dem System kombiniert ist ein Tablet, das als Cockpit dient und durch die Rollator-App viele Funktionen bietet. Man kann beispielsweise zwischen verschiedenen Geschwindigkeitsstufen wählen: Schildkröte, Hase oder Pferd. Oder auch bremsen. Das Tablet zeigt aber nicht nur Daten an, sondern zeichnet sie auch auf. So kann das aufgezeichnetet Gehverhalten beispielsweise mit dem Arzt besprochen werden. Oder sendet bei Bedarf einen Notruf mit der genauen Positionangabe ab.

Der Prototyp wurde gemeinsam mit Partnern gebaut und kann beim Start-Up auch schon ausprobiert werden. Finanziert hat sich e-buddy bislang über das Förderprogramm Exist, weitere Finanzierungsmöglichkeiten werden zur Zeit ausgelotet. Der in Kooperation mit der Universität Stuttgart entwickelte e-buddy soll Ende 2014 auf den Markt kommen. Wie er auf dem Markt angenommen wird, bleibt abzuwarten. Potential hat der e-buddy allemal.

(Autorin: Armida Di Lorenzo)

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