Dörrwerk gibt nicht nur Früchten aus Deutschland eine zweite Chance

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Das Unternehmen Dörrwerk verfolgt das Ziel Früchten und Gemüse, die es nicht in den Supermarkt geschafft haben, eine zweite Chance zu geben. Denn der Verbraucher will nur perfekt geformtes Obst und Gemüse.

Die Bilanz ist erschreckend: Als sich die Gründer vom Dörrwerk mit den Fakten auseinander gesetzt haben, haben sie herausgefunden, dass rund 1/3 der weltweit produzierten Menge an Lebensmitteln nie verbraucht werden. Anders ausgedrückt sind das rund 1,3 Mrd. ha Agrarfläche, 3.3 Mrd. Tonnen C02 und 250 Mrd. Kubikmeter Wasser jährlich, die verschwendet werden.

Die Idee vom Dörrwerk

Bereits im Sommer 2014 entstand die Idee zu den Snacks vom Dörrwerk, als sich der Gründer Zubin mit einem Freund über die Lebensmittelverschwendung im Einzelhandel unterhielten. Angefangen hat er mit der Produktion des Fruchtpapiers in der eigenen Küche. Nachdem die Experimente erfolgreich waren, begann direkt eine Produktion mit 300 Tüten, die insgesamt 30 Tage Arbeit forderten, aber so gut ankamen, dass sie bereits nach nur zwei Tagen ausverkauft waren. Das Konzept funktionierte und so stand die Geschäftsidee des gedörrten Fruchtpapiers. Aktuell können die Berliner bis zu 1.000 Tüten am Tag herstellen.

Wir verändern nicht die Welt

Sie selbst sagen, dass es nicht ihr Ziel ist, die Welt zu verändern. Sie wollen nur einen Beitrag dazu leisten, die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Ihr Ziel ist es nicht nur Lebensmittel zu retten, sondern daraus nachhaltige und gesunde Snacks zu produzieren. Das spiegelt sich nicht nur in den Produkten selbst wieder, sondern auch in der Art und Weise, wie sie mit Partnern, Kunden und Mitarbeitenden umgehen.

Ein Fond für die Lebensmittelrettung

Als Basis dienen für das Fruchtpapier Äpfel, die zum Großteil direkt aus Deutschland kommen. Für den besonderen Geschmack wird jeweils eine Zweitfrucht verwendet, welche bereits als Klasse 2 oder schlechter deklariert wird. Damit wollen sie u.a. den Geschmack auf ein gleiches Level halten. Diese Früchte kommen teilweise von weiter her, da bekanntermaßen nicht alles in Deutschland wächst. Damit wollen sie auch im Ausland die Lebensmittelrettung voran treiben. Da sie selbst als Unternehmen aber noch zu klein sind, um vor Ort etwas zu bewirken, wollen sie zunächst einen Fond aufsetzen. In diesem soll fleißig eingezahlt werden, um Projekte vor Ort finanzieren zu können.

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