Die fairafric GmbH baut eine neue Schokoladenfabrik in Ghana

© fairafric

Das Social Business fairafric weitet seine Produktion aus: Eine neue, solarbetriebene Schokoladenfabrik in der Kakaoanbauregion Suhum soll 50 direkte, qualifizierte Arbeitsplätze schaffen und Landflucht bekämpfen. Aktuell befindet sich das junge Unternehmen in der Finanzierungsphase.

2018 ist das damals zwei Jahre alte Schokoladen-Startup fairafric an seine Produktionsgrenzen gestoßen. Das Produktionsequipment in Ghana ist alt und schwerfällig, um die steigende Nachfrage in Europa gerecht zu werden Kernteil der aktuellen Anlage ist eine Produktionsanlage, die früher in Deutschland Schogetten-Schokolade produziert hat. Einige Teile kommen noch aus den 1950igern. Hier wären dringend Investitionen notwendig, die für die lokalen Produktionspartner vor Ort nicht leistbar sind.

Erste Produktion soll 2020 verwirklicht werden

Bereits im Frühling 2019 hat fairafric mit der Ludwig Gmbh & Co. KG einen traditionsreichen Schokoladenproduzenten und Bio-Pionier als Partner gefunden, und die gemeinsame Planung für eine hochmoderne Schokoladenfabrik in Ghana vorangetrieben: Schon Ende 2020 soll die erste Schokolade in der neuen Fabrik produziert werden. Der Food Safety – Experte und Lebensmittelchemiker Michael Marmon-Halm wird die Produktion vor Ort leiten und ein komplett ghanaisches Team aufbauen. Die neue Fabrik soll mit Solar-Strom betrieben werden und somit unabhängig vom lokalen Stromnetz sein. Durch ein Besucherkonzept wird die Möglichkeit gegeben werden, sowohl Einblicke in alle Betriebsabläufe in der Fabrik zu gewinnen, als auch die Farmer-Communities zu treffen.

Crowdlending-Kampagne für neue Maschinen

Die Ludwig Weinrich Gmbh & Co. KG hat an einer Kapitalerhöhung über insgesamt 1,4 Millionen € teilgenommen. Neben diesen Mitteln plant fairafric mit 2 Millionen € Darlehen aus der Entwicklungspolitik. Für die ausstehenden Finanzmittel wendet sich das deutsch-ghanaische Startup mit einer Crowdlending-Kampagne an ihren Kundenkreis: fairafric bietet zwei Anleihen mit einem jeweiligen Maximalvolumen von 999.900 € ein. Damit sollen neue Maschinen, der Bau des Gebäudes, sowie die Wasser- und Stromversorgung gesichert werden: „Jetzt haben wir die Chance, ein nachhaltiges, jährliches Einkommen von über 1 Millionen in einer ländlichen Region in Ghana zu schaffen. Das nach nur drei Jahren seit unserer Gründung“, so fairafric-Gründer Hendrik Reimers.

Über fairafric

Die fairafric GmbH ist ein Social Enterprise, das Schokolade in Ghana herstellt und damit die Wertschöpfung in der Schokoladenproduktion nach Afrika verlagert. Durch die Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze in der Weiterverarbeitung von Kakaobohnen vervielfacht fairafric den Anteil Afrikas am Verkaufspreis jeder Tafel Schokolade.

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