Carré Mobility in der place2help Interviewreihe

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place2help Rhein-Main bringt innovative Projekte mit finanziellen Förderern aus der Region zusammen. Auf der Plattform werden Projekte verschiedener Crowdfunding-Plattformen gebündelt und in der Region sichtbar gemacht. Im Rahmen der Interview-Reihe „place2help Rhein-Main– Crowdfundingprojekte aus der Region stellen sich vor“ stellen sich die Projektinhaber unseren Fragen. Heute steht Franziska Weiser von Carré Mobility Rede und Antwort.

Um was geht es in Eurem Projekt „Carré Mobility“?

Aktuell gibt es meist nur in Innenstädten oder Zentren von Großstädten gut ausgebaute Mobilitätsalternativen zum Auto (z.B. ÖV, Sharing-Angebote usw.) Wir wollen das ändern! Mit Carré Mobility möchten wir die erste nachhaltige und soziale Mobilitätlösung in Wohnquartiere der Einzugsgebiete bringen. Über drei Funktionen schaffen wir bezahlbare und emissionsarme Mobilität direkt vor der eigenen Haustür – ohne lange Umwege oder Wartezeiten:

  1. Funktion „Selbstfahren“: Anwohner können je nach Bedarf bereitgestellte Fahrzeuge (Fahrrad bis Auto) über die Lösung buchen und nutzen. Nur die Nutzung muss bezahlt werden. Wir kümmern uns um Wartung, Versicherung, Service usw.
  2. Funktion „Mitfahren“: Gleiche Wege oder das gleiche Ziel können mit Hilfe dieser Funktion gemeinsam erreicht werden. Der Fahrer bekommt für seinen Einsatz eine kleine Belohnung. So lernt man sich besser kennen und es werden doppelte Fahrten gespart.
  3. Funktion „Mitbringen“: Mit Hilfe von digitalen Einkaufslisten können sich Anwohner gegenseitig das Nötige mitbringen. Auch hier bekommt der Helfer aus der Nachbarschaft neben Dankbarkeit eine kleine Belohnung.

Besonders mit den beiden letzten Punkten möchten wir zu einer Stärkung der Gemeinschaft beitragen. Mit Carré wollen wir der steigenden Anonymisierung entgegenwirken und dazu beitragen, dass im echten Leben wieder umeinander gesorgt wird.

Was treibt Euch an?

Der Wunsch nach einer ehrlichen und sinnvollen Mobilitätswende! Wir sind davon überzeugt, dass es eine großflächige Verhaltensänderung hin zu neuen Mobilitätsformen nur geben wird, wenn es auch eine gezielt auf die Bedürfnisse der Menschen angepasste Lösung gibt. Eine Lösung, die einfach neue geteilte Mobilität zugänglich macht, Fahrgemeinschaften fördert, eine Versorgungssicherheit schaffen und dafür kollektiv zu einem besseren Miteinander beitragen kann. Genau das möchten wir mit Carré Mobility und gemeinsam mit Euch erreichen.

Warum gerade Crowdfunding?

Wir wollen mit Carré Mobility eine Lösung für all die Menschen schaffen, die keine U-Bahn in zwei Gehminuten oder das nächste ShareNow um die Ecke haben. Menschen, die wie wir im Speckgürtel wohnen und aktuell noch keine gleichgestellte Alternative zum eigenen Auto sehen. Damit all diese Menschen uns als diese Alternative wahrnehmen, haben wir uns für Crowdfunding entschieden. Mit unserer Kampagne auf Startnext möchten wir unsere Idee einer breiteren Masse präsentieren. Selbst wenn Jeder der sich die Mobilitätslösung in seinem Quartier vorstellen kann nur 5€ gibt, bekommen wir dadurch ein super wertvolles Feedback und in Summe können wir so (hoffentlich) unser Funding-Ziel schaffen.

Was werdet Ihr mit dem Geld anfangen?

Das Geld geht eins zu eins in die Finalisierung unserer Plattform. Mit dem ersten Fundingziel (35.000 €) können wir unsere App für iOS und Android funktionell fertigstellen und die nötige Telematik-Lösung integrieren. Mit dem zweiten Fundingziel (103.000 €) können wir

  • eine “User-Experience” Designoptimierung durchführen, um die Anwendung ideal auf die Bedürfnisse der Nutzer anzupassen und sie so noch benutzerfreundlicher machen.
  • die Lösung in ein Web-Tool überführen.
  • uns eine personelle Unterstützung für den Roll-Out erlauben.

Was ist aktuell die größte Herausforderung für Euch?

Vermutlich das Erreichen einer größeren Anzahl an Menschen. Wir bespielen unsere eigenen Kommunikationskanäle (Facebook, Xing, Linkedin usw.), aber – und das ist ein Lessons Learnd – wir haben uns erst nach Start der Kampagne darüber Gedanken gemacht, wie wir die Nachricht noch weiter darüber hinaustragen können. Die aktuelle besondere Corona-Lage macht es natürlich nicht einfacher, weswegen wir sehr froh und dankbar sind, dass uns Startnext eine Verlängerung der Deadline erlaubt hat.

Welchen Tipp würdest Du anderen Crowdunding-Projekten mit auf den Weg geben?

Fangt auf jeden Fall frühzeitig, am besten noch vor Start der Kampagne, mit einer starken und kontinuierlichen Kommunikation an und hört erst nach erfolgreichem Ende (wenn überhaupt) wieder damit auf.

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