CampusNXT – nachhaltigeres Studieren durch Digitalisierung

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CampusNXT ist ein online Netzwerk für Studierende, auf der gebrauchte Lehrbücher und Zusammenfassungen ge- und verkauft werden können. So soll studieren nachhaltiger werden. Ein Interview mit Niclas Weisl.

Nicht immer gibt es in den Universitäts-Bibliotheken ausreichend Exemplare wichtiger Lehrbücher, besonders in Prüfungsphasen. So kommt man manchmal nicht am Bücherkauf vorbei. Das Buch wird gekauft, zwei, drei Mal benutzt, ins Bücherregal gestellt und – verstaubt. Nachhaltig ist das auf keinen Fall. Gustav Lund, Jawed Temori und Niclas Weisl wollen dies ändern und gründeten deshalb CampusNXT. Wir sprachen mit Niclas Weisl.

Was genau macht CampusNXT und was wollt ihr damit erreichen?

Wir haben eine Plattform aufgebaut, die es erlaubt seine gebrauchten Lehrbücher online zu stellen und zu vertreiben. Darüber hinaus können die Studenten Zusammenfassungen zu bestimmten Themengebieten online stellen und erwerben. Um die Qualität der erstellten Zusammenfassungen zu gewährleisten, gibt es ein Bewertungssystem. Schritt für Schritt wollen wir so jeden Bereich der Universitäten digitalisieren und ein soziales Netzwerk aus Informationen explizit für Studenten schaffen. Ziel ist es, das Studium nachhaltiger zu gestalten. Durch den Kauf und Verkauf von gebrauchten Lehrbüchern wird CO2 eingespart, da sie nicht mit hohem Energie- und Ressourcenaufwand neu hergestellt werden müssen.

Du und Gustav kennt euch aus Schultagen. Welche Qualifikationen bringt ihr mit? Und wieso habt ihr nach einem dritten Gründungsmitglied gesucht?

Gustav hat sich das Programmieren selbst beigebracht und ist auch ziemlich gut darin. Ich habe mein erstes Projekt mit 13 Jahren gegründet und bin bei CampusNXT für die Ideenentwicklung, Gründung, Marketing, Finanzen, Content Erstellung/ Management, Entwicklung Funktionalität und CI der App zuständig. Jawed Temori brauchen wir, da sich eine App-Entwicklung in „Frontend“ und „Backend“ unterteilt. Gustav ist ein Backend-Entwickler, deswegen brauchten wir noch einen Frontend-Entwickler.

Wie habt ihr euch bisher finanziert? War dies im Nachhinein die richtige Finanzierungsform?

Wir finanzieren uns selbst. Das bringt ein hohes Maß an Unabhängigkeit mit sich. Wir waren zwar im Gespräch mit Investoren, aber Early-Stage-Startups haben sehr wenig Verhandlungsspielraum. Deshalb war es sicherlich die bessere Wahl uns selbst zu finanzieren. Möchte man allerdings expandieren, sind Investoren ein Muss.

Was waren bisher eure größten Herausforderungen?

Die erste große Herausforderung war, einen weiteren Programmierer zu finden. Also sind wir in die LMU und TU in München gefahren und haben Zettel ausgehangen: „Suchen Programmierer, bieten Firmenanteile“. Daraufhin hat sich erst einmal gar nichts getan. Nur sehr langsam gingen die ersten Bewerbungen ein. Bis wir dann nach unzähligen Gesprächen den passenden Programmierer gefunden haben, hat es uns sehr viel Aufwand und Intuition gekostet. Jetzt sind wir aber sehr froh, so viel Mühe in die Auswahl des dritten Teammitgliedes gesteckt zu haben.

CampusNXT soll nicht nur als online Plattform, sondern auch als App verfügbar sein. Bis wann soll diese auf dem Markt sein, und was sind eure weiteren Pläne?

CampusNXT wird auf jeden Fall zum neuen Start des Semesters zur Verfügung stehen. Wir bleiben viel im Austausch mit Studenten, um immer neue Features zu entwickeln und unsere App immer besser zu machen. Unser Ziel ist es, CampusNXT Deutschlandweit zu verbreiten.

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