#beebetter-Award 2020 – Bienen helfen und gewinnen

© #beebetter-Award

Der #beebetter-Award zeichnet zum zweiten Mal Initiativen und Projekte aus, die sich gegen das Bienensterben einsetzen. Bewerbungsschluss ist der 12. Juli.

Der #beebetter-Award möchte Initiativen, Projekte und Aktivitäten für Bienen sichtbar machen und auszeichnen – vom kleinsten Balkonkasten mit Wildblumenbuffet bis hin zum großen, nachhaltigen Engagement. Die Initiative beebetter der Medienagentur Hubert Burda Media setzt sich für den Schutz von Bienen, insbesondere der bedrohten Wildbienen ein.

Keine Welt ohne Bienen

Äpfel, Kirschen, Himbeeren, Melonen, Gurken, Tomaten, Möhren oder Erbsen – all diese Früchte und Gemüse und noch viele mehr haben wir Bienen und anderen Insekten zu verdanken. Denn sie bestäuben die Blüten, aus denen Früchte wachsen. Bienen spielen eine zentrale Rolle in unserem Ökosystem. Und doch sterben immer mehr Bienen und Insekten weltweit. Wegen Pestiziden und Fungiziden, die in Kultur- und Landwirtschaft eingesetzt werden. Weil Monokulturen blühende wilde Wiesen ablösen und Insekten so weder Futter noch Nistplätze finden. Doch es gibt auch viele Menschen, die sich gegen das Bienen- und Insektensterben einsetzen. Du bist auch in einem solchen Projekt engagiert? Dann bewerbe Dich bis zum 12. Juli hier auf den beebetter-Award.

Die Gewinner 2019 vom #beebetter-Award

Kategorie “Jugend und Bildung”: Bienen im Kindergarten. Der Bremer Elternverein Fidibus e.V. hat 2018 das Projekt “Bienen im Kindergarten” gegründet – eine eigene kleine Kindergartenimkerei mit einem kunterbunten Bienengarten mit Hochbeeten, Kräuterspirale, Beerenecken, Obstbäumen und Bienenweide. Die selbst hergestellten Imkerei-Produkte wie Honig, Marmeladen, Hustensaft, Lippenbalsam und ähnliches – nach eigenen Angaben auch, um die zunächst skeptischen Nachbarn davon zu überzeugen, wie wichtig Bienen für die Menschen sind.

Kategorie “Landwirtschaft”: Blühende Alb. Die Landwirtschaft gilt durch intensive Bewirtschaftung und den Einsatz von Insektenschutzmitteln als mitverantwortlich für das Bienensterben. Im Projekt Blühende Alb haben sich über 100 Landwirt*innen zusammengetan, dagegen etwas zu unternehmen. Dafür wandeln sie Teile ihrer Ackerflächen in blühende Wiesen um. Aus dem Projekt wurde im März 2020 sogar ein Verein.

Kategorie “Private Initiativen und Engagement”: Blumiger Landkreis Osnabrück. Im Rahmen des Projekts Blumiger Landkreis Osnabrück arbeiten ehrenamtliche Helfer*innen aus Kirchengemeinden, Schulklassen, Vereinen, Firmen, Kommunen und Privatpersonen zusammen, um Blühwiesen und Nisthilfen für Wildbienen anzulegen. Blühwiesen sind ideale Rückzugsmöglichkeiten für Insekten. Gepflegt werden die Wiesen durch natürliche Beweidung durch Schafe und Ziegen und schonendes Mähen. Auf ihrer Internetseite erklären sie außerdem, wie man selbst eine Blühwiese anlegen kann.

Kategorie “Unternehmen”: Blühstreifen und nachhaltiges Mehl. Landwirtschaft schadet Bienen? In Baden Württemberg zeigen mehrere Landwirt*innen, dass es auch anders geht. Dafür pflanzen sie Blühstreifen zwischen ihre Getreidefelder, um Nahrungs- und Lebensräume für Bienen und andere Insekten zu schaffen. Beim Anbau dieses Blütenkorngetreide werden keine Insektizide eingesetzt und auch der sonstige Pflanzenschutz wird integriert und reduziert durchgeführt. Die Wertschöpfungskette ist regional mit kurzen Transportwegen. Das nachhaltige Mehl, das aus diesen Feldern hergestellt wird, vermarkten sie unter der Marke „Blütenkorn“.

Kategorie “Öffentliche Einrichtungen & Großgruppen”: Biodiversität auf Friedhöfen in Niedersachsen. Friedhöfe als ökologische Nische? Klingt komisch, aber tatsächlich haben Friedhöfe neben ihrer Hauptfunktion großes Potenzial als Rückzugsort für Tiere und Pflanzen. Denn in manch dicht bebauten Stadt sind sie neben Parks die einzigen zusammenhängenden Grünflächen. Im Rahmen des Projektes Ökologische Nische Friedhof kooperieren vier Partnerfriedhöfe mit dem BUND Niedersachsen, um die Biodiversität auf den Flächen von urbanen Friedhöfen zu erhöhen. Dabei pflanzen sie heimische und standortgerechte Pflanzen, um die Lebensbedingungen für Insekten zu erhöhen.

Wenn Du Dich für Bienen und Initiativen oder Startups interessierst, die sich für die Bienen einsetzen, geht es hier zu unserer letzten Bienen-Themenwoche. Ganz nach dem Motto des Awards: let’s #beebetter together!

Tamara Schiek

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