Auf dem Acker in der place2help-Interviewreihe

© Auf dem Acker

09.04.2018 – place2help Rhein-Main bringt innovative Projekte mit finanziellen Förderern aus der Region zusammen. Auf der Plattform werden Projekte verschiedener Crowdfunding-Plattformen gebündelt und in der Region sichtbar gemacht. Im Rahmen der Interview-Reihe „place2help Rhein-Main– Crowdfundingprojekte aus der Region stellen sich vor“ stellen sich die Projektinhaber unseren Fragen. Heute das Projekt Bio SoLaWi Auf dem Acker.

Um was geht es in Eurem Projekt „Auf dem Acker“?

Wir sind ein ganz frisch gegründete solidarische Landwirtschaft namens Bio SoLaWi Auf dem Acker e.V. mit 45 aktiven Mitgliedern. Wir finanzieren unseren Hof und unsere Landwirtin und erhalten dafür die komplette Ernte in Form von regionalem und saisonalem Bio-Obst und -Gemüse, können auf dem Acker und den Streuobstwiesen mithelfen und betreiben damit aktiven Naturschutz!
Und wir wünschen uns, noch mehr Menschen für unser alternatives Wirtschafts- und Landwirtschaftskonzept begeistern zu können!

Was treibt Euch an?

Die Welt im Kleinen ein bisschen besser machen zu können. Unseren Kindern zeigen zu können, wie man Gemüse ohne Pestizide und Kunstdünger anbaut, wie man die Insekten und die Natur schützt und wie man sich gesund, regional und saisonal ernährt. Und dass bei alldem auch die Menschen, die für uns auf dem Acker stehen, fair bezahlt werden. Und dass wir den Hof mit unserer solidarischen Landwirtschaft erhalten können!

Warum habt Ihr Euch für Crowdfunding entschieden?

Wir finden es eine tolle Sache, neben unseren Mitgliedern noch andere Menschen mit einbeziehen zu können. Viele Leute wollen keinen Ernteanteil bei uns, weil sie selbst einen Garten haben oder nicht so viel Gemüse wollen, die können sich jetzt trotzdem beteiligen. Und auch Menschen, denen solchen Projekte einfach am Herzen liegen!

Was werdet Ihr mit dem Geld anfangen?

Bei erfolgreicher Finanzierung können wir gut in unser erstes Anbaujahr starten. Viele der vorhandenen Maschinen dürfen wir von dem Hof mitbenutzen, aber einiges müssen wir selbst anschaffen, so einiges an Werkzeug für gemeinschaftliche Arbeitseinsätze (damit wir uns nicht zu zehnt eine Hacke teilen müssen), eine Einzelkornsämaschine (per Hand ist das Säen super anstrengend, vor allem wegen Einhaltung der Abstände), Obstbäume (Nachpflanzen abgestorbener Bäume auf den Streuobstwiesen, Totholz wird aber als Lebensraum für Tiere erhalten). Außerdem hätten wir gerne einen kleinen oder selbstgebauten Folientunnel für Tomaten, Paprika, Auberginen im Sommer, im Winter für Salate, und für die Jungpflanzenanzucht im Frühjahr. Dies alles könnten wir bei Erreichen der 1. Fundingschwelle in Höhe von € 3.000,- realisieren.

Was ist aktuell die größte Herausforderung für Euch?

Dass der Tag nur 24 Stunden hat. Es ist Frühling, wir sind auf dem Acker mitten in den Ansaaten und ersten Anpflanzungen, auch in den heimischen Gärten ist genug zu tun, Familie haben wir alle auch, und nebenher müssen wir die Kampagne am Laufen halten, Kommunikation ist wichtig! Manchmal hätte man gerne mal mehr Zeit für alles.

Welchen Tipp würdet Ihr anderen Crowdunding-Projekten mit auf den Weg geben?

Unterstützung ist echt wichtig, besonders wenn man noch nie ein eigenes Crowdfunding-Projekt gemacht hat. Wir hatten das Glück, Hilfe und Beratung von Alexandra von place2help zu bekommen, sonst wären wir an vielen Stellen nicht so weit gekommen. Auch das webinar zum Crowdfunding hat uns sehr geholfen.

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