ARYA – Wie eine App die Depressionstherapie unterstützt

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Im Zuge ihrer Therapie müssen Menschen, die unter einer Depression leiden häufig ein Stimmungsprotokoll führen. Um dies diskreter und praktischer zu gestalten, wurde von Therapeuten, Designern und Betroffenen die kostenlose iPhone App ARYA entwickelt.

Verhaltensmuster bei einer Depression zu erkennen und darüber zu reflektieren, setzt oft regelmäßiges Protokollieren voraus. Statt des herkömmlichen Fragebogens in Papierform, bietet die App Arya die Möglichkeit, Verhaltensmuster und Stimmungen auf dem Smartphone festzuhalten. Die Fragen sind vorgegeben, mit ein paar Klicks sind die Antworten gespeichert.

Der Launch der App war der erste Schritt. Mit der Benutzeroberfläche für Therapeuten, die bald erhältlich sein wird, können die Patientendaten über eine sichere Verbindung an den Therapeut geschickt werden. Obwohl Arya für die Anleitung durch einen Therapeuten entwickelt wurde, können auch Menschen, die einfach nur an ihrem Verhalten interessiert sind, die App unabhängig für sich nutzen. Bisher gibt es die App für das iPhone, eine Android Version ist für Anfang 2016 geplant.

Die Gründerin Kristina Wilms lebt selbst mit einer Depression und wünschte sich immer eine Unterstützung im Alltag, die ihren Bedürfnissen entspricht und ihr Leben leichter macht. Also ergriff Kristina die Initiative und entwickelte gemeinsam mit einem Team von Designern, Betroffenen und Therapeuten professionelle Tools, die die Behandlung unterstützen und besser machen. “Wir wollen Menschen, die unter einer psychischen Erkrankung leiden, dazu befähigen, ihr Leben wieder in eigene Hände zu nehmen und den Heilungsprozess unterstützen”, so Kristina.

Doch das ist nicht alles. Die mehrfach ausgezeichnete App unterstützt und initiiert Projekte für einen offenen Umgang mit psychischen Erkrankungen. So soll gegen die Stigmatisierung von psychischen Erkrankungen vorgegangen werden. “Leider ist es ja heutzutage immer noch ein Problem, darüber zu sprechen”, beschreibt Kristina. Doch sie und ihr Team haben ein Ziel: Psychische Erkrankungen sollen in der Gesellschaft kein Tabuthema mehr sein. Auf diesem Weg ist die Gründung von Ayra sicherlich ein erster, wichtiger Schritt.

2 Kommentare zu "ARYA – Wie eine App die Depressionstherapie unterstützt"

  1. Marion gerlach-schmechel | 29. Februar 2016 um 19:06 | Antworten

    Ich möchte die App herunterladen

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